Influenza through a Lens

Die Natur der Grippe und Vogelgrippe enthüllen

    Brüssel (ots/PRNewswire) -

    - Fotoausstellung gibt Einblick in die Grippeerkrankung und verdeutlicht die Gefährdung, die der Ausbruch einer saisonalen Grippe oder  Pandemie darstellt

    Das faszinierende neues Foto- und Filmmaterial, das heute veröffentlicht wurde, zeigt die Erreger der saisonalen Grippe sowie der  Geflügelgrippe, das gegenwärtig zirkulierende H5N1-Virus.

    Auf der öffentlichen Ausstellung mit Beiträgen der weltweit renommierten Mikrofotografen Lennart Nilsson (Schweden) und Dennis Kunkel ( USA) wird der gesamte Stammbaum' der Viruserkrankung präsentiert, von der  saisonalen zur Geflügelgrippe und von Epidemien bis zu Pandemien. Die  Bilder wurden als Teil einer umfassenderen Ausstellung zum Thema Grippe  veröffentlicht, die diese Woche begonnen hat und den Titel Influenza  through a Lens' (Die Grippe durch eine Linse) trägt. Das Bildmaterial, das  von einem führenden Virusforschungszentrum produziert wurde, umfasst  Zeitrafferaufnahmen die zeigen, wie die Virusstämme sich über die Zeit  replizieren.

    Prof. John Oxford, Professor für Virologie am St. Bartholomew's Hospital und am Royal London Hospital, und Scientific Director von Retroscreen Virology, UK, dem Unternehmen, das die neuen Zeitrafferaufnahmen produziert hat, sagte: "Es ist so oft von Vogelgrippe  und der Angst vor einer Pandemie die Rede, doch jedes Jahr sehen wir uns  von einem Grippeausbruch bedroht, der zu ernsthaften Infektionen und  Todesfällen führen kann. Diese Bilder zeigen die verschiedenen Stämme des  Grippevirus und erinnern daran, dass die Grippe in all ihren verschiedenen  Formen ernst genommen werden sollte."

    Das H5N1-Virus, Auslöser der berüchtigten Vogelgrippe', gehört zu einem  bestimmten Grippevirusstamm und wird nur durch engen Kontakt mit  infizierten Vögeln auf den Menschen übertragen. Mit Stand 16. Februar 2007  infizierten sich 273 Menschen mit dem Virus, 167 von ihnen starben [1].  Experten sind der Ansicht, dass die nächste Grippepandemie unvermeidlich  ist und womöglich unmittelbar bevorsteht [2]. Derzeit werden Vorbereitungen  getroffen, um die Auswirkungen einer solchen Pandemie so gering wie möglich  zu halten.

    Trotz alledem ist die saisonale Grippe eine ernsthafte und schwächende  Krankheit und die jährliche Grippewelle stellt eine beträchtliche globale  Bedrohung dar, die 500 Millionen Menschen betrifft und jedes Jahr eine  halbe Millionen Menschenleben fordert. Es spielt keine Rolle, welches  Grippevirus im jeweiligen Jahr dominiert - die Auswirkungen der  Grippeerkrankung auf die Gesellschaft und die Wirtschaft sind beträchtlich:  In 10 Prozent der Fälle ist eine Grippeinfektion der Grund für Abwesenheit  vom Arbeitsplatz [3]. Dies führt zu einem jährlichen Produktivitätsverlust  Höhe von 12 Mrd. US-Dollar allein in den USA [4].

    Prof. Albert Osterhaus, Leiter des Instituts für Virologie an der Erasmus-Universität Rotterdam, sagte: "Die Leute nehmen die saisonale Grippe oft nicht ernst, doch es gibt viele Dinge, die getan werden können.  Zeitgemässe Mittel, wie bspw. Impfstoffe und antivirale Medikamente kommen  immer noch nicht in ausreichendem Umfang zum Einsatz, obwohl die Verwendung  sowohl medizinisch als auch ökonomisch gerechtfertigt ist. Es ist wichtig,  dass die Menschen die saisonale Grippe ernst nehmen und Vorsichtsmassnahmen  zur Prävention und Behandlung ergreifen und so die Ausbreitung eindämmen."

    Die Erkenntnisse einer kürzlich durchgeführten Umfrage [5] decken einige der Barrieren bei der Kontrolle der Grippe auf. Im Rahmen der in den  USA und Europa durchgeführten Umfrage wurden 132 Arzte zu den Hauptgründen  befragt, warum sie ihren ansonsten gesunden Patienten Grippemittel nur in  beschränktem Masse verschreiben. Die Wahrnehmung von Grippe als  selbstlimitierende Krankheit ist einer der wichtigsten Faktoren und wurde  von fast einem Viertel (23%) der Befragten angegeben, während ein Drittel ( 33%) verschreibungsfreie symptomatische Mittel als ausreichend ansehen.  Fast die Hälfte (46%) der Umfrageteilnehmer gab an, dass ihre Patienten  nicht rechtzeitig den Arzt aufsuchten, um von einer medikamentösen  Grippebehandlung zu profitieren.

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    Hinweise an den Redakteur

    Über die Grippe

    Influenza, gemeinhin als Grippe bekannt, ist eine akute respiratorische  Erkrankung, die die oberen und/oder unteren Teile der Atemwege befällt und  von einem Grippevirus hervorgerufen wird. Grippe ist hochansteckend und  wird von Menschen, die sich mit dem Virus infiziert haben, durch Husten und  Niesen schnell verbreitet. Die Erkrankung bricht zwischen 18 und 72 Stunden  nach der Ansteckung aus. Die häufigsten Symptome einer leichten Grippe sind  plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und  trockener Husten [6].

    Es gibt drei verschiedene Grippeviren: A, B und C. Die Untergruppen der  Influenza-A und die Influenza-B Viren werden durch Stämme' klassifiziert,  Varianten des Virus entstehen durch fortwährende Mutation. Wenn ein neuer  Stamm eines menschlichen Grippevirus entsteht, kann es sein, dass ein  Antikörperschutz durch frühere Infektion oder Impfung gegen einen älteren  Stamm keinen Schutz gegen den neuen Stamm bietet [6].

    Der Grippe-Stammbaum

    Influenza-A Viren untergliedern sich in Untergruppen basierend auf den  Molekülen Hämagglutinin (H) und Neuraminidase (N) an ihrer Oberfläche.  Hämagglutinin ist an der Bindung des Virus an Zellen der Atmungsorgane  beteiligt und Neuraminidase wirkt an der Freisetzung von neuen  Virenpartikeln aus infizierten Zellen in nicht infizierte Zellen im Körper  mit und ermöglicht es dem Virus, sich zu verbreiten. Es gibt 16 Typen von H  (H1 bis H 16) und 9 Typen von N (N1 bis N9). Diese kommen in verschiedenen  Kombinationen vor, was in der überaus grossen Anzahl von Grippe-Subtypen  resultiert, z. B. H1N1, H5N1, H9N2, H7N7.

    Wichtige pandemische und saisonale Formen von Influenza:

    - H1N1 war das erste Grippevirus, der 1933 bestimmt und benannt wurde

    - das Influenzavirus vom Subtyp A/H1N1, Auslöser der sog. Spanischen  Grippe', forderte 1918 über 40 Millionen Tote weltweit (da der  Influenzavirus jedoch erst 1933 entdeckt wurde, war die Ursache dieser  Pandemie zu diesem Zeitpunkt ein Rätsel)

    - A/H2N2, Auslöser der sog. Asiatischen Grippe', forderte 1957 weltweit  eine Millionen Tote

    - A/H3N2, Auslöser der sog. Hongkong-Grippe', forderte 1968 weltweit  800.000 Tote in sechs Wochen

    - H5N1 ist das gegenwärtig zirkulierende Vogelgrippe-Virus, das laut  Expertenvorhersage mutieren wird, wodurch im Verlaufe der nächsten Pandemie  eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich ist

    - H3N2 war das dominanteste saisonale Virus in den USA in der Grippesaison 2005/2006

    Über die Ausstellung Influenza through a Lens'

    Die Ausstellung wird von F. Hoffmann-La Roche Ltd. gesponsert, um medizinische, wissenschaftliche und Patienteninitiativen voranzubringen und  zu unterstützen.

    Die Ausstellung in der "Brussels Event Brewery" (Rue Delaunoystraat 58  b/1, 1080 Brüssel, Belgien) öffnet ab 22. Februar für die Öffentlichkeit  ihre Pforten. Auf der Ausstellung werden neu in Auftrag gegebenes  Filmmaterial und fotografische Stillleben präsentiert, die die Replikation  des gegenwärtig zirkulierenden H5N1-Geflügelgrippevirus und eines  epidemischen Grippevirus zeigen und die Wirkung eines antiviralen  Medikamentes auf die Replikation dieser Viren verdeutlichen. Die Besucher  erfahren ausserdem mehr über die verschiedenen Grippevirenstämme, über  menschliche Viren und Geflügelviren, Epidemien und Pandemien und die  Geschichte der Grippe.

    Über Retroscreen

    Retroscreen Virology mit Sitz in London ist eines der führenden europäischen Vertragsunternehmen auf dem Gebiet der Virusforschung. Seine  Mission ist die Entwicklung von antiviralen Medikamenten und Impfstoffen  der nächsten Generation im Bereich der biomedizinischen Forschung.

    Über die Ärzteumfrage

    Die Ärzteumfrage wurde von der unabhängigen Marktforschungsagentur Adelphi International Research durchgeführt und war von Roche in Auftrag  gegeben worden. 330 Ärzte wurden zur aktuellen Wahrnehmung der  Grippeerkrankung und dem gegenwärtigen Umgang mit der Infektionskrankheit  in den USA, Frankreich, Deutschland und Grossbritannien befragt. 132  führten Barrieren an, was die Verschreibung von Grippemitteln, wie z. B.  antiviraler Medikamente, für ansonsten gesunde Patienten anbelangt. Diese  Gruppe wurde aufgefordert die Hauptgründe dafür anzugeben, warum sie  Patienten derartige Medikamente nicht verschreiben. Die Ergebnisse sind in folgendem Überblick dargestellt:

@@start.t1@@      Basis = 132                                          Anzahl der                Gesamtzahl der
                                                                  Teilnehmer, die        Teilnehmer
                                                                  dies als 1.-3.         in Prozent
                                                                  Grund angaben
      Grippe ist eine selbstlimitierende
      Krankheit                                                          30                      23%
      Symptomatische Mittel sind für die
      Behandlung von Grippe ausreichend                    44                      33%
      Patienten stellen sich zu spät vor                  60                      46%@@end@@

    Über Roche

    Roche mit Hauptsitz in Basel in der Schweiz ist ein weltweit führender,  forschungsorientierter Gesundheitskonzern mit den Schwerpunkten  Pharmazeutika und Diagnostik. Als Anbieter von innovativen Produkten und  Dienstleistungen für die Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung  von Krankheiten trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung  der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche, eines der  weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Diagnostik, ist zudem der  führende Anbieter von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt auf dem Markt für Virologie eine Spitzenposition ein.

    Literaturnachweise:

    [1] Cumulative Number of Confirmed Human Cases of Avian Influenza A/( H5N1) Reported to WHO, zuletzt aktualisiert am 16. Februar 2007 http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/country/cases_table_20 07_02_06/en/index.html

    [2] WHO-Merkblatt zur Geflügelgrippe. Konsultiert am 19. Februar 2007.  http://www.who.int/csr/don/2004_01_15/en/

    [3] Smith, A. (1988): The socioeconomic aspects and behavioural effects  of influenza. In: Wood, C. (Hrsg.): Influenza: strategies for prevention.  London, UK: Royal Society of Medicine:46-52.

    [4] Nichol, K. et al (1994): The efficacy and cost effectiveness of  vaccination against influenza amongst elderly persons living in the  community. N Engl J Med 331:778-84.

    [5] Ärzteumfrage durchgeführt von Adelphi International Research, in  Auftrag gegeben von F. Hoffmann-La Roche Ltd, Juli 2006

    [6] European Influenza Surveillance Scheme (europäisches Netzwerk zur  Geflügelüberwachung EISS), Merkblatt zur Grippe. Konsultiert am 19. Februar  2007. http://www.eiss.org/html/faq_influenza.html

    [7] Centers for Disease Control, 2005-6 US Influenza Season Summary.  Konsultiert am 19. Februar 2007.  http://www.cdc.gov/flu/we ekly/weeklyarchives2005-2006/05-06summary.htm

ots Originaltext: Influenza through a Lens
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