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Eidg. Abstimmung - Einheitskasse führt zu Qualitätsabbau

    Zürich (ots) - Die FMCH, der Dachverband der chirurgisch tätigen Ärztinnen und Ärzte, spricht sich gegen die Einführung einer Einheitskasse aus. Diese würde zu einem Qualitätsabbau in der medizinischen Versorgung der Bevölkerung führen.

    Die Initiative für eine soziale Einheitskasse verlangt Prämien nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, das heisst, wie SP-Präsident Fehr ausführte: Prämien nach Einkommen und Vermögen. Sollte in der Tat eine neue Gesundheitssteuer eingeführt werden, müsste diese nach Massgabe der steigenden Gesundheitskosten jährlich angepasst werden. Da Steuererhöhungen unpopulär sind, ist es aber unwahrscheinlich, dass solche Anpassungen vorgenommen würden. Die Konsequenz ist klar: entweder Abbau von Leistungen oder Schuldenwirtschaft. Im Ergebnis bleiben hochstehende medizinische Leistungen jenen vorbehalten, die sich eine teure Privatversicherung leisten können. Wohin eine solche Entwicklung führen kann, macht uns die Bundesrepublik Deutschland vor.

    In staatlichen Gesundheitssystemen sind Schulden vorprogrammiert. Die desolaten Zustände der medizinischen Grundversorgung in anderen Staaten verdeutlichen dies. Wenn das Globalbudget aufgebraucht ist, müssen ärztliche Behandlungen aufgeschoben werden, bis wieder genügend Geld vorhanden ist. Auch die Invalidenversicherung der Schweiz ist ein Beispiel für die Anfälligkeit staatlicher Versicherungen für Schuldenwirtschaft mit der Konsequenz von Leistungskürzungen. Die Verknappung der Mittel führt letztlich über kurz oder lang zu Leistungseinschränkungen in der Grundversorgung und zur Zweiklassenmedizin. Wollen wir das?

    Das aktuelle Gesundheitssystem ist solide und sicher finanziert. Die Schweiz verfügt über ein qualitativ hochstehendes Gesundheitswesen. Es gilt die brachliegenden Produktivitätspotentiale zu heben. Die vorgeschriebenen Reserven der Versicherer garantieren Liquidität und Anpassungen der Prämien an die Kostenentwicklung. So hinterlassen wir unseren Nachkommen, zumindest im Gesundheitsbereich, keinen Schuldenberg.

    Die FMCH, der Verband chirurgisch tätiger Ärzte in der Schweiz, wurde am 18. September 2004 in Bern gegründet. Gründer waren 12 chirurgische Fachgesellschaften (und die Anästhesisten) und deren 3'400 Mitgliedern. Seit dieser Gründung bildet die FMCH nunmehr den Dachverband der Schweizer Chirurgen und wurde damit zu einem der wichtigsten Gesprächspartner in sämtlichen Gesundheitsfragen. Heute gehören der FMCH 15 Fachgesellschaften mit über 5'000 chirurgisch tätigen Ärztinnen und Ärzte an.

    Für Fragen im Zusammenhang mit diesem Pressetext wenden Sie sich bitte an den verantwortlichen Informationsbeauftragten der FMCH.

    Wir sind Ihnen gerne auch behilflich bei der Vermittlung eines Interviews.

ots Originaltext: FMCH - Verband chirurgisch tätiger Ärzte Schweiz
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