Schweizerische Herzstiftung / Fondation Suisse de Cardiologie / Fondazione Svizzera di Cardiologia

Vorhofflimmern: Herz aus dem Takt - Gefahr fürs Gehirn
Vortragsreihe der Schweizerischen Herzstiftung zum Vorhofflimmern

Bern (ots) - Etwa 100'000 Personen in der Schweiz leiden unter Vorhofflimmern. Es ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Unbehandelt erhöht Vorhofflimmern das Risiko eines lebensgefährlichen Hirnschlags deutlich. Dies wissen viele Betroffene nicht. Deshalb startet die Schweizerische Herzstiftung am 24. März 2015 in Winterthur eine öffentliche Vortragsreihe für die Deutsch- und Westschweiz.

Vorhofflimmern macht sich bei manchen Betroffenen als unangenehmes Herzrasen oder Klopfen bemerkbar. Wiederum andere bemerken gar nichts, bei ihnen ist lediglich der Puls unregelmässig oder zu schnell. Beim Vorhofflimmern handelt es sich um eine häufige Herzrhythmusstörung, die vor allem im höheren Alter vorkommt. Es können aber auch Jüngere darunter leiden.

Drohender Hirnschlag

«An und für sich stellt das Vorhofflimmern keine unmittelbare Gefahr dar», sagt Prof. Hildegard Tanner, Kardiologin am Inselspital in Bern, «es kann unbehandelt aber schwerwiegende Konsequenzen haben.» Der unregelmässige Herzschlag belastet das Herz, eine mögliche Folge ist eine Herzschwäche. Besonders gefürchtet ist der Hirnschlag. In den flimmernden Herzvorhöfen ist der Blutfluss verlangsamt. Dadurch können sich Blutgerinnsel bilden, die weggeschwemmt werden und Gefässe im Gehirn verschliessen. Man geht davon aus, dass mindestens jeder fünfte Hirnschlag durch diese Herzrhythmusstörung verursacht wird.

Behandlung rettet Leben

«Eine konsequente Behandlung des Vorhofflimmerns verbessert nicht nur die Lebensqualität der Patienten, sie rettet Leben», sagt Prof. Tanner. Zentral ist die Vorbeugung eines Hirnschlags durch gerinnungshemmende Medikamente, auch «Blutverdünner» genannt. Sie verhindern die gefährlichen Blutgerinnsel. Darüber hinaus gibt es zahlreiche und teils neue Behandlungsmethoden, wie beispielsweise Medikamente, Elektrokardioversion oder Vorhofflimmerablation, um den Herzrhythmus wieder in Takt zu bringen. Nach einer erfolgreichen Therapie sind Patienten oft beschwerdefrei und können ihr Leben wieder wie gewohnt führen.

Betroffenen fehlt Wissen

Viele Betroffene kennen die vom Vorhofflimmern ausgehenden Gefahren nicht. Dies hat eine Umfrage der Schweizerischen Herzstiftung ergeben. «Wir müssen das Wissen über den Zusammenhang zwischen Vorhofflimmern und Hirnschlag dringend verbessern», erklärt Christa Bächtold, Bereichsleiterin Patienten der Schweizerischen Herzstiftung. Deshalb führt die Schweizerische Herzstiftung 2015 sieben öffentliche Veranstaltungen durch mit lokalen Kardiologen und Neurologen in der Deutsch- und Westschweiz. Die Vortragsreihe «Das Herz aus dem Takt» startet am 24. März 2015 in Winterthur.

Vortragsreihe «Das Herz aus dem Takt» 2015

Daten der Vortragsveranstaltungen:

Winterthur (24. März), Liestal (15. April), La Chaux-de-Fonds (16. 
Juni), Schaffhausen (19. August), Chur (15. September), Bern (14. 
Oktober) und Lausanne (4. November). Weitere Angaben unter: 
www.swissheart.ch/veranstaltungen 

Die Medienmitteilung ist abrufbar unter www.swissheart.ch/medien

Kontakt:

Peter Ferloni, Kommunikationsleiter
Schweizerische Herzstiftung, Bern
Telefon 031 388 80 85
ferloni@swissheart.ch



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