Schweizerische Herzstiftung / Fondation Suisse de Cardiologie / Fondazione Svizzera di Cardiologia

2,6 Mio. Franken für die Herz- und die Hirnschlagforschung

Bern (ots) - Die Schweizerische Herzstiftung unterstützt 2014 die Herz-Kreislauf-Forschung mit rund 2,6 Millionen Franken. Das bedeutet, dass 44 Gesuche einen Förderbeitrag erhalten und gestartet werden können.

Fast 600 ausgewählte Forschungsprojekte auf dem breiten Gebiet der Herz-Gefäss-Krankheiten und des Hirnschlags hat die Schweizerische Herzstiftung seit ihrer Gründung 1967 unterstützt. Sie haben wesentlich zu den Fortschritten beigetragen, von denen heute viele Herz- und Hirnschlagpatienten in Form verbesserter Untersuchungs-, Behandlungs-, Rehabilitations- und Präventionsmassnahmen profitieren. Ihre Überlebenschancen sind deutlich höher als früher, ihre Lebensqualität ist besser. Für gesunde Personen hat die Forschung wirksame Vorbeugungsmöglichkeiten aufgedeckt.

Trotzdem gibt es noch viele Probleme und Fragen, die offen bleiben und nach Antworten aus der Forschung verlangen. Dem steht entgegen, dass die Schere zwischen den in die Herz-Kreislauf-Forschung investierten Mitteln und der Anzahl qualitativ guter Projekte und der dafür beantragten Gelder in den letzten Jahren immer weiter auseinander gegangen ist. Die Schweizerische Herzstiftung versucht diese Lücke zu verkleinern und hat ihre Investitionen in die Forschung von CHF 2,2 auf 2,6 Mio. Franken aufgestockt. Dies ermöglicht es, rund 40 Prozent der an Geldern beantragten Summe zu bewilligen.

Vier Hauptbereiche

Den grössten Anteil machen Projekte zur Erforschung der Arteriosklerose aus, gefolgt von Hirnschlagprojekten sowie Forschungsvorhaben zu Herzinsuffizienz und zu Herzrhythmusstörungen. Weitere unterstützte Projekte betreffen zum Beispiel die Herzklappen, bildgebende Verfahren oder untypische Auslöser von Angina pectoris-Symptomen.

«Damit ist die Schweizerische Herzstiftung - neben der staatlichen Forschungsunterstützung durch den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung - die wichtigste national tätige gemeinnützige Förderorganisation für die Herz-Kreislauf-Forschung in der Schweiz», sagt Prof. Augusto Gallino, Vorsitzender der Forschungskommission der Schweizerischen Herzstiftung, welche die Gesuche beurteilt. Das sei auch dringend nötig, denn: «Es wurden wesentlich mehr Projekte eingereicht, als wir berücksichtigen konnten. Der mögliche Eindruck, Herz-Kreislauf-Krankheiten seien bald besiegt, trügt.» Gemäss der 2012 veröffentlichten «Global Burden of Disease Study 2010» gehen weltweit 24,4 Prozent aller Todesfälle auf Krankheiten zurück, die durch eine Mangeldurchblutung des Herzens oder des Gehirns bedingt sind. Zusammen mit allen anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen summiert sich die Zahl auf gegen 30 Prozent, in der Schweiz sind es rund 35 Prozent. Zum Vergleich: Die Gesamtheit der einst am meisten gefürchteten Infektionskrankheiten führt zu rund 20 Prozent aller Todesfälle.

Broschüre mit Visionen

In einer soeben erschienen Broschüre stellt die Schweizerische Herzstiftung anhand von Interviews Stossrichtungen und neue Ergebnisse aus fünf bedeutenden Gebieten vor: Herzinfarkt (koronare Herzkrankheit), Hirnschlag, Vorhofflimmern, Arteriosklerose und periphere arterielle Verschlusskrankheit, Herzklappenerkrankungen. Patientengeschichten bringen den Lesern die Krankheitsbilder und Behandlungen näher. Dazu kommen Kurzbeschreibungen der Projekte, welche die Schweizerische Herzstiftung in den vergangenen zwei Jahren gefördert und bewilligt hat.

«In der Forschung, die wir unterstützen, soll nicht der Ehrgeiz um neuste Resultate im Vordergrund stehen, sondern der einzelne Mensch mit seiner Hoffnung auf neue Erkenntnisse gegen sein Leiden», sagt Prof. Ludwig K. von Segesser, Präsident der Schweizerischen Herzstiftung und Direktor kardiovaskuläre Forschung am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois Lausanne: «Wir widmen diese Broschüre deshalb insbesondere den Patientinnen und Patienten, um die es letztlich immer geht, und den Menschen, die uns in verdankenswerter Weise mit ihren Spenden dieses Engagement ermöglichen.»

«Die Forschungsförderung der Schweizerischen Herzstiftung. Einblicke in die Schweizer Herz-Kreislauf-Forschung». Die Broschüre (in Deutsch und Französisch) kann bezogen werden bei der Schweizerischen Herzstiftung, Schwarztorstrasse 18, Postfach 368, 3000 Bern 14, docu@swissheart.ch oder im Internet unter www.swissheart.ch/publikationen

Die Grafik Forschungsbeiträge und die Medienmitteilung sind abrufbar unter www.swissheart.ch/medien

Kontakt:

Peter Ferloni, Kommunikationsleiter
Schweizerische Herzstiftung, Bern
Telefon 031 388 80 85
ferloni@swissheart.ch



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