Universite Laval

Angesehene Wissenschaftszeitschrift Nature spricht der wissenschaftlichen Arbeit am Forschungszentrum des Hôpital Laval und der Université Laval Anerkennung aus

    QUÉBEC, Canada, December 14 (ots/PRNewswire) -

    - Abdominale Fettleibigkeit als Faktor bei kardiometabolischem Risikoanstieg

    Seit beinahe 20 Jahren führt Dr. Jean-Pierre Després, Leiter der Kardiologieforschung am Hôpital Laval Research Centre und wissenschaftlicher Leiter am Internationalen Lehrstuhl für kardiometabolisches Risiko an der medizinischen Fakultät der Université Laval, Québec City, Kanada, mit seinem Forschungsteam zahlreiche Studien über die abdominale Fettleibigkeit als Risikofaktor für Diabetes Typ 2 und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch. In diesem Zusammenhang plädieren Dr. Després und sein Team seit mehr als einem Jahrzehnt für Einsatz des Bauchumfangs als einen der Schlüsselindikatoren zur Einschätzung des Risikos einer Herz-Kreislauf-Erkrankung mit dem gleichen Stellenwert wie Bluthochdruck, Rauchen und Cholesterin. So hat beispielsweise ihre Arbeit zu dem Vorschlag geführt, dass die Messung des Bauchumfangs eine einfache, jedoch nützliche Beurteilung der nunmehr als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geltenden abdominalen Fettleibigkeit darstellen könnte.

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    In der Ausgabe der angesehenen wissenschaftlichen Zeitschrift Nature vom 14. Dezember fassen Dr. Després und seine Kollegin Dr. Isabelle Lemieux vom Forschungszentrum des Hôpital Laval den Kenntnisstand über abdominale Fettleibigkeit als kardiometabolischer Risikofaktur zusammen. "Gegenwärtig tobt eine ungeheure Kontroverse um einen Beschwerdezustand, der als metabolisches Syndrom bezeichnet wird und lediglich eine Ansammlung metabolischer Abnormitäten darstellt, die das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen", erläutert Dr. Després. "Genau aus diesem Grund bat uns die wissenschaftliche Zeitschrift Nature um ein Papier, das die wichtigsten Elemente dieser Debatte behandelt und gleichzeitig Bezug auf unsere Arbeit nehmen soll", so Dr. Després weiter. "Aus Gründen, die von uns in diesem Papier dargelegt werden, stellt die abdominale Fettleibigkeit das von Ärzten am weitaus häufigsten festgestellte metabolische Syndrom dar. Das unterstreicht die Wichtigkeit von Messungen des Bauchumfangs in der klinischen Praxis. Daneben - und obwohl die Bewertung der abdominalen Fettleibigkeit wichtig ist - müssen Ärzte zur ordnungsgemässen Einschätzung des globalen Herz-Kreislauf-Risikos immer auf die klassischen Risikofaktoren (Alter, Geschlecht, gutes und schlechtes Cholesterin, Blutdruck, Rauchen und Diabetes) achten, wobei dieses Risiko durch einen neuen Begriff als kardiometabolisches Risiko definiert wird", führte er weiter aus.

    "Diese Veröffentlichung des Teams um Dr. Després in der angesehenen wissenschaftlichen Zeitschrift Nature unterstreicht die Kompetenz und die führende Stellung des Forschungszentrums am Hôpital Laval und der Université Laval in diesem Bereich", meint Dr. Raymond Leblanc, Vice-President of Research an der Université Laval. "So ist beispielsweise bei der am Hôpital Laval von Dr. Després und seinen Kollegen, Wissenschaftlern, Kardiologen und Herzchirurgen durchgeführte Arbeit ein exponentielles Wachstum zu verzeichnen", erläutert Dr. Denis Richard, Leiter des Forschungszentrums am Hôpital Laval. "Jetzt besteht die Herausforderung für unser Forschungszentrum und für die Université Laval in der Einrichtung ausreichender Labors, ihrer entsprechenden Ausstattung sowie in der Unterstützung dieser Teams von Ärzten, Wissenschaftlern und Forschungsassistenten, damit wir unsere weltweite Führungsposition in diesem für die kardiovaskuläre Gesundheit der Bevölkerung so wichtigen Bereich erhalten können", so Dr. Richard abschliessend.

    "Die Arbeit Dr. Després und seines Teams ist wichtiger Bestandteil unserer Forschungstätigkeit in den Bereichen Kardiologie, Metabolismus und kardiovaskulärer Risikofaktoren am Hôpital Laval. Unsere Forschung und die Kompetenz unseres Forschungsteams in der präventiven Kardiologie erhalten nun internationale Anerkennung", fügt Dr. François Philippon, Leiter der multidisziplinären Abteilung für Kardiologie am Hôpital Laval hinzu. "Die Implikationen des metabolischen Syndroms und der abdominalen Fettleibigkeit für alle Forschungsbereiche am Hôpital Laval sind zahlreich. Aus diesem Grund wollen wir die Entwicklung in unserem Forschungszentrum beschleunigen, um unserem Wachstum Rechnung zu tragen und der Bevölkerung besser zu dienen", führt Dr. Paul Poirier, medizinischer Leiter des Pavillons für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen am Hôpital Laval aus. "Bisher können wir stolz auf das sein, was wir mit beschränkten Mitteln erreicht haben, die nicht mit denen der grossen amerikanischen Forschungszentren, die sich im selben Feld betätigen, vergleichbar sind", fügt er hinzu. "Unser Umfeld bietet jedoch so zahlreiche Möglichkeiten für die Forschung und die Schulung von qualifiziertem Personal, dass wir es durch grosse Investitionen konsolidieren müssen", meint Dr. Poirier abschliessend.

    Dr. Després, der während des Grossteils seiner Laufbahn durch die Canadian Institutes of Health Research unterstützt wurde, betont die Notwendigkeit der Heranziehung junger forschender Wissenschaftler in Québec und Kanada und der Absicherung ihrer Zukunft. "Die Schaffung von Wissen durch Forschung und entsprechende Umsetzung wird uns die Möglichkeit nicht nur zu einer besseren Gesundheitsversorgung der kanadischen Bevölkerung, sondern auch zur Entwicklung und Umsetzung präventiver, wissenschaftlich validierter Ansätze geben" stellt er abschliessend fest.

    "Diese Untersuchung macht die Schwierigkeiten bei der Ermittlung jener Faktoren deutlich, durch die wir am meisten Gefahr laufen, Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankung und Diabetes zu entwickeln", erklärt Dr. Diane Finegood, wissenschaftliche Leiterin des Canadian Institutes of Health Research Institute of Nutrition, Metabolism and Diabetes. "Die von Dr. Després und seinen Kollegen betriebene wissenschaftliche Forschung hilft uns, den Stellenwert des Bauchumfangs als Schlüsselindikator für das Risiko chronischer Erkrankungen zu erkennen und zu verstehen."

    Hôpital Laval

    Das im Jahr 1918 gegründete Hôpital Laval ist das Herz-Lungen-Institut der Université Laval. Es leistet der Bevölkerung von Zentral- und Ost-Québec subspezialisierte Versorgung und Dienstleistungen in den Bereichen Kardiologie, Pneumologie und in der chirurgischen Behandlung von Fettleibigkeit. Zu den Kompetenzen des Krankenhauses zählen ambulante und stationäre Versorgung, Lehre und Forschung sowie die Bewertung von Gesundheitstechnologien. Das Krankenhaus leistet auch allgemeine und spezialisierte Akutversorgung entsprechend den klinischen Bedürfnissen seiner Patienten und seiner subspezialisierten Kompetenzbereichen.

    Ebenso verfügt das Krankenhaus über ein weltweit bekanntes Forschungszentrum im Haus, das vom Fonds de la recherche en santé du Québec (Gesundheitsforschungsrat von Québec) unterstützt wird.

    Forschungszentrum Hôpital Laval

    Das Hauptziel des Forschungszentrums am Hôpital Laval besteht darin, die Epidemie der Obesität und die Ausbreitung von Herz- und Lungenkrankheiten durch Forschung und Prävention zu verlangsamen. Das Forschungszentrum des Hôpital Laval hat seinen Schwerpunkt auf diese Vision ausgerichtet und strebt eine Position als führendes nordamerikanisches Forschungszentrum in den Bereichen Kardiologie, Pneumologie und Fettleibigkeit an. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, hat das Forschungszentrum einen dreistufigen Entwicklungsplan erarbeitet. Aktuell befinden sich zwei Stufen in der Durchführung. Die Erweiterung der bestehenden Anlagen wird etwa 200 Arbeitsplätze schaffen.

    Die enge Zusammenarbeit zwischen Forschern und Ärzten hat dem Forschungszentrum am Hôpital Laval die Entwicklung von internationalen Multicenter-Forschungsprojekten ermöglicht, durch die der Region Québec City ein erheblicher wirtschaftlicher Nutzen entsteht.

    Canadian Institutes of Health Research (CIHR)

    Bei den Canadian Institutes of Health Research (CIHR) handelt es sich um die kanadische Regierungsbehörde für medizinische Forschung. Der Auftrag der CIHR besteht in der Schaffung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und deren Umsetzung in verbesserte Gesundheit, leistungsfähigere medizinische Dienste und Produkte und ein gestärktes kanadisches Gesundheitssystem. Die aus 13 Instituten bestehenden CIHR bieten mehr als 10.000 Gesundheitsforschern und angehenden Wissenschaftlern Führung und Unterstützung.

    Informationen: www.cihr-irsc.gc.ca

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Pressekontakt:
Nähere Informationen erhalten Sie von: Joel Clément, M.A.
communications, Communications and Public Relations, Director General
Assistant, Hôpital Laval, institut universitaire de cardiologie et de
pneumologie 2725, chemin Sainte-Foy, Québec, (Québec), G1V 4G5, Tel.:
+1-(418)-656-4932, E-Mail: joel.clement@ssss.gouv.qc.ca, Website:
www.HopitalLaval.qc.ca



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