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Die Bildungsinternationale (BI) fordert ein Ende der Kinderarbeit

    BRÜSSEL, June 11 (ots/PRNewswire) - Jedes Jahr um diese Zeit schliessen sich die Mitglieder der Bildungsinternationale (BI) mit anderen Gewerkschaften und engagierten Menschen auf der ganzen Welt zusammen, um den Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni zu begehen.

    "Vor zehn Jahren wurde die bahnbrechende ILO Konvention 182 gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit von der internationalen Gemeinschaft angenommen. Während wir die entscheidenden Fortschritte, die es seitdem gegeben hat, feiern, dürfen wir die noch bestehenden Probleme nicht aus den Augen verlieren, insbesondere die Ausbeutung von Mädchen. Unser Ziel ist es letztendlich alle Formen der Kinderarbeit zu beseitigen", sagte Jan

    Eastman, stellvertretende Generalsekretärin von BI, dem weltweiten Gewerkschaftsbund, der 30 Millionen Lehrer und Pädagogen in über 170 Ländern repräsentiert.

    In der ganzen Welt werden über 200 Millionen Kinder - die Hälfte davon Mädchen - zur Arbeit auf Feldern und in Fabriken, in Haushalten und auf den Strassen gezwungen. Aufgrund von Geschlechterdiskriminierung in den Familien, Gemeinden und allen Schichten der Gesellschaft, erhalten Mädchen weit häufiger als Jungen keine Bildung. Mädchen haben es besonders schwer und sind zusätzlichen Risiken ausgesetzt, oft versteckt vor der Öffentlichkeit in Dienstbotenarbeitsverhältnissen. Mädchen laufen ausserdem Gefahr, Opfer von Kinderhandel und extremer Ausbeutung durch Prostitution, Pornographie, Schuldknechtschaft und Sklaverei zu werden.

    Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, planen BI Mitgliedsorganisationen ein breites Spektrum von Aktivitäten, wie z.B. Fernsehspots und andere Aktionen, Kundgebungen und Märsche zu Bildungsministerien, Workshops und Forschungsprojekte. Die Lehrerverbände werden in Albanien, Bulgarien, Burundi, Georgien, Ghana, Guinea Bissau, Honduras, Indien, Kenia, Marokko, Zimbabwe und an anderen Orten aktiv sein.

    BI und die ILO [Internationale Arbeiterorganisation] haben zusammengearbeitet, um Unterrichtshilfen für den Unterricht an den Schulen herauszugeben, sowie eine neue Publikation mit dem Titel Gebt den Mädchen eine Chance: Schluss mit der Kinderarbeit'. Ziel ist es, die Mitglieder der Lehrerverbände, die Zivilgesellschaft und die Regierungen über die Notwendigkeit dringend zu ergreifender Massnahmen in Bezug auf Kinderarbeit aufzuklären, insbesondere in Bezug auf die vielen Nachteile, die Mädchen haben. BI hat auch andere Materialien für Lehrer konzipiert, wie etwa Poster und Bleistifte, die bei den Aktionen, mit denen die Aufmerksamkeit der Regierungen und der Bevölkerung erregt werden sollen, zum Einsatz kommen. Alle Materialien können unter http://www.ei-ie.org heruntergeladen werden.

    "Qualitativ gute öffentliche Bildung ist die beste Lösung gegen die Geissel der Kinderarbeit." sagte Eastman. "Lehrer nehmen eine Schlüsselfunktion darin ein, eine Welt zu erschaffen, in der alle Kinder, sowohl Jungen als auch Mädchen, ihr weltweites Recht auf kostenlose, qualitativ gute öffentliche Bildung wahrnehmen können. Das ist unser Ziel am Internationalen Tag gegen Kinderarbeit, wie an allen anderen Tagen des Jahres auch."

    Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Nancy Knickerbocker, BI Senior Coordinator, Communications: +32-476-85-07-01 oder  nancy.knickerbocker@ei-ie.org

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