IFD

Initiative Finanzstandort Deutschland setzt für 2007 weitere "Flaggschiff"-Themen

Frankfurt (ots) - - Nach REITs, Mittelstands-Rating und Transparenzerhöhung auf dem Mezzanine-Markt stehen 2007 Public Private Partnership, Private Equity, Deregulierung der Fondsindustrie und weitere Kernthemen im Vordergrund der Arbeit der IFD - Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zu Gast beim IFD-Initiatoren-Treffen in Frankfurt am Main - IFD sieht Integration der Finanzdienstleistungsmärkte als Schlüsselelement für die Bildung des Europäischen Binnenmarktes Die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) wird ihre Agenda im kommenden Jahr um weitere Kernthemen des hiesigen Finanzmarktes erweitern. Nachdem 2006 Themen wie REITs, Mittelstands-Ratings und Schaffung von mehr Transparenz auf dem Mezzanine-Markt im Vordergrund standen, befinden sich unter den neuen Schwerpunkten die Deregulierung der Fondsindustrie, eine Verbreiterung von Private Equity auch für den Mittelstand sowie eine intensive Forcierung von Public Private Partnerships. Bei der jährlichen Sitzung der IFD-Initiatoren in Frankfurt, an der auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück teilnahm, wurde zudem die deutsche EU-Ratspräsidentschaft ab Januar als eine große Chance für die gesamte Finanzbranche gewertet. "Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft bietet die Möglichkeit, wichtige Themen für den Finanzstandort Deutschland voranzutreiben und Fortschritte zu erzielen", sagte Deutsche Bank-Chef Dr. Josef Ackermann in seiner Begrüßung des Bundesfinanzministers. "Ein gemeinsamer Europäischer Binnenmarkt ist die beste Antwort der Europäer auf die Globalisierung. Gerade der Integration der Finanzdienstleistungsmärkte kommt hier eine Schlüsselrolle zu." Finanzminister Steinbrück bedankte sich für die Leistung der IFD und betonte den besonderen Wert der Zusammenarbeit. "Die pragmatischen und innovativen Ansätze der IFD haben Modellcharakter für die Finanzbranche und sind auch Vorbild für andere Wirtschaftszweige", so Peer Steinbrück. "Nur ein gut funktionierender Finanzmarkt bietet Verbrauchern und Unternehmen eine reibungslose Kapitalversorgung." Ingrid Matthäus-Maier, Vorstandssprecherin der KfW Bankengruppe und Gastgeberin der IFD-Sitzung, hob die Bedeutung der Kreditversorgung für die mittelständischen Unternehmen und die Gesamwirtschaft hervor. "Wenn der Mittelstand Kredite erhält, kann er investieren. Und wenn er investiert, schafft er Arbeitsplätze." Hinsichtlich der Stärkung der Mittelstandsfinanzierung sei 2006 für die IFD ein sehr erfolgreiches Jahr gewesen. Nach Schaffung einer vergleichbaren Ratingskala für alle Kreditinstitute rechtzeitig vor Inkrafttreten von Basel II hat die IFD zur Erläuterung der bestehenden Ratingverfahren eine Ratingbroschüre herausgegeben. In diesem Zusammenhang haben sich die in der IFD zusammenarbeitenden Institute verpflichtet und die Verbände ihren Mitgliedern empfohlen, ihren Firmenkunden Auskunft über die Ratingeinstufung zu geben. "Damit unterstützt die IFD den Dialog zwischen Hausbank und Unternehmer über Rating und Bonität. Der Kreditvergabeprozess wird transparenter und nachvollziehbarer", so Matthäus-Maier. Weitere Fortschritte der IFD im abgelaufenen Jahr waren: -Mittelstandsfinanzierung: Das Angebot an Mezzanine-Kapital wurde in Deutschland stark ausgeweitet. Mezzanine-Programme deutscher Kreditinstitute erreichen ein Volumen von 4 Mrd. EUR. Die IFD hat mit dem Hessen Fonds einen Pilotfonds für die Bereitstellung von Beteiligungskapital geschaffen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verbreiterung der Finanzierungsbasis von Mittelständlern geleistet. Die IFD hat wichtige Schritte zur Vereinfachung und Beschleunigung der Prozesse bei der institutsübergreifenden Bearbeitung von Kreditsicherheiten durch den Einsatz elektronischer Kommunikation vollzogen. Ziel ist es hierbei, dass Kredite künftig schneller entschieden werden können. -REITs: Hier hat die IFD mit ihrer Expertise wesentliche Vorarbeit für die Einführung von REITs geleistet und das Konzept den Anforderungen der jeweiligen Institutionen angepasst. -Finanzstandortbericht: Die IFD-Volkswirtegruppe hat mit ihrem jährlichen Finanzstandortbericht quer über alle Säulen unseres Finanzsektors hinweg eine Bestandsaufnahme über Stärken und Schwächen des Finanzplatzes erhoben und dabei Trends sowie Wege zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit aufgezeigt. -Finanzausbildung: Die Arbeitsgruppe Moderne Finanzausbildung hat neben zahlreichen anderen Aktivitäten auch in Zusammenarbeit mit den Bildungsministerium Rheinland-Pfalz am 5. April dieses Jahres Lehrer zu einer Diskussionsrunde zum Thema Möglichkeiten der Finanzausbildung an allgemeine bildenden Schulen eingeladen. Schwerpunkt war das Thema "Prävention von Überschuldung bei Jugendlichen". -Unternehmenssteuerreform: Die IFD unterstützte ausdrücklich die Unternehmenssteuerreform. Aus Sicht der IFD ist eine Senkung der Steuersätze auf ein Niveau, das international wettbewerbsfähig ist, dringend notwendig, um Deutschland als Wirtschafts- und Finanzstandort attraktiver zu machen. -Abgeltungssteuer: Die IFD setzte sich für eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen im Kundengeschäft durch die Einführung einer Abgeltungssteuer auf private Kapitaleinkommen ein und begrüßt ausdrücklich die Bestrebung des Bundesfinanzministeriums, dies zügig umzusetzen. Die IFD setzt sich seit ihrer Gründung Mitte 2003 für Reformen im deutschen Finanzmarkt ein und erarbeitet in 12 Arbeitgruppen pragmatische und marktorientierte Lösungen für neue Dienstleistungen und Produkte. Der IFD gehören führende Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen, die Deutsche Börse, die Bundesbank, das Bundesfinanzministerium sowie die Spitzenverbände der Finanzwirtschaft an. Etwa 250 Experten der Mitgliedshäuser entwickeln umsetzbare Vorschläge zu Themen wie Mittelstandsfinanzierung, Reform der Altersvorsorge, Finanzausbildung und EU-Finanzmarktintegration. Die Mitglieder der IFD: Allianz Group Dresdner Bank, Bayern LB, Bundesministerium der Finanzen, Bundesverband deutscher Banken, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Börse Group, Deutsche Bundesbank, Deutsche Postbank, DZ BANK, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, HypoVereinsbank, KfW Bankengruppe, Morgan Stanley, Münchener-Rück-Gruppe. Assoziierte Mitglieder der IFD: Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan, Merrill Lynch, UBS ots Originaltext: IFD Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch Pressekontakt: Für die IFD: Die PR-Steuerungsgruppe: Christian Achilles, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, (030) 20 225 5100 Torsten Albig, Bundesministerium der Finanzen, (030) 2242 3227 Walter Allwicher, Deutsche Börse, (069) 211-15371 Christian Becker-Hussong, HypoVereinsbank, (089) 378-25801 Christian Burckhardt, Deutsche Bundesbank, (069) 9566 2157 Martin Halusa, Dresdner Bank, (069) 263-50750 Dr. Michael Helbig, KfW Bankengruppe, (069) 7431-9631 Heiner Herkenhoff, Bundesverband deutscher Banken, (030) 1663 1200 Dr. Rolf Kiefer, DekaBank, (069) 7147 7918 Roland Klein, CNC, (089) 599 458 122 oder (0044) 777 616 2997 Peter Kulmburg, BayernLB, (089) 2171 21300 Rainer Küppers, Münchener Rück Gruppe, (089) 3891 2504 Peter Pietsch, Commerzbank, (069) 13622379 Dr. Detlev Rahmsdorf, Deutsche Bank, (069) 91036424 Martin Roth, DZ BANK, (069) 7447 42750 Melanie Schmergal, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, (030) 2021 1320

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