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Set-Top-Boxen: Swisscable erachtet eine Regulierung als unnötig

    Bern (ots) - An der heutigen Generalversammlung in Bern stellte sich Swisscable entschieden gegen den Vorschlag zur Regulierung der Set-Top-Boxen. Zudem betonte der Verband der Kabelnetzunternehmen die Wichtigkeit eines kontinuierlichen Ausbaus der Netzinfrastruktur. Auch äusserte er die Absicht, sich künftig verstärkt in der öffentlichen und politischen Kommunikation zu engagieren.

    "Einen so dynamischen Markt wie den des digitalen Fernsehens regulieren zu wollen, macht einfach keinen Sinn." Mit diesen Worten kommentierte Präsident Hajo Leutenegger an der heutigen Generalversammlung von Swisscable den Gesetzesvorschlag zur Regulierung des digitalen Fernsehens. Dem Anliegen der Gesetzesänderung, die freie Wahl der Set-Top-Box zu ermöglichen, werde bereits 2010 schweizweit Rechnung getragen, führte Leutenegger vor den rund 150 Anwesenden aus. "Der funktionierende Infrastrukturwettbewerb und die damit verbundenen Entwicklungen beim digitalen Fernsehen machen eine Gesetzesänderung deshalb überflüssig."

    Keine Sonderregelung für die Swisscom

    Zudem wehrt sich Swisscable gegen die vorgeschlagene Ausnahmeregelung für Anbieter, die ihre Programme via Internet-Protokoll verbreiten. Diese so genannten IPTV-Anbieter - die Swisscom gehört dazu - würden während mindestens zwei Jahren von der Regulierung ausgenommen. "Es darf nicht sein, dass eine marktmächtige Konkurrentin wie die Swisscom gegenüber den Kabelnetzen bevorteilt wird. Gesetze müssen für alle Anbieter gleichermassen gelten. Sonst wird der Wettbewerb verzerrt", hält Leutenegger fest.

    Ausgebaute Kabelnetze sind Glasfasernetzen ebenbürtig

    Ein weiteres wichtiges Thema an der Generalversammlung war der Ausbau der Kabelnetze. Im Vordergrund steht für die Branche die Einführung des Übertragungsstandards DOCSIS 3.0. Dieser und weitere Massnahmen wie zum Beispiel die Zellenverkleinerung ermöglichen es, dass Kabelnetze langfristig konkurrenzfähig bleiben. "Zurzeit sind Kabelnetze die leistungsfähigsten Kommunikationsnetze, die flächendeckend zur Verfügung stehen. Werden sie kontinuierlich ausgebaut, können sie auch künftigen Glasfasernetzen - den so genannten FTTH-Netzen - Paroli bieten", betonte Leutenegger.

    Kurt Walser wechselt von Cablecom zu Swisscable

    Um im härter werdenden Wettbewerb die Anliegen der Kabelnetzbranche noch effektiver in die Öffentlichkeit und die Politik einzubringen, will Swisscable künftig die öffentliche und politische Kommunikation verstärken. Zu diesem Zweck wechselt Dr. Kurt Walser von der Cablecom zu Swisscable, wo er als Delegierter für Public Affairs neu im Namen der Gesamtbranche tätig sein wird.

    Weitere InformationenInformationen zur vorgeschlagenen Gesetzesänderung finden sich unter folgendem Link:

    http://www.bakom.admin.ch/dokumentation/gesetzgebung/00909/03319/index.html?lang=de

    Informationen zum Infrastrukturwettbewerb finden sich unter folgendem Link:

    http://www.swisscable.ch/article/article.php3?art=1212

    Swisscable ist der Wirtschaftsverband der Schweizer Kabel-TV-Unternehmen. Ihm sind 244 privatwirtschaftlich wie auch öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen angeschlossen, die rund 2,8 Millionen Haushalte und über 5 Millionen Menschen mit Radio und TV bedienen. Die meisten Kabel-TV-Unternehmen bieten auch Internetzugang und Telefonie an.

ots Originaltext: Swisscable
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