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Tamilen Forum Schweiz verurteilt die Kontensperrung der Hilfsorganisation TRO SRI Lanka durch die Regierung

    Bern (ots) - Vor einigen Tagen wurden die Bankkonten der Hilfsorganisation TRO SRILANKA (Tamilische Rehabilitation Organisation Sri Lanka) durch die Regierung gesperrt. Damit blockiert die Regierung die Soforthilfe in den umkämpften Gebieten im Norden und Osten des Landes.

    Die TRO ist eine in Sri Lanka registrierte einheimische Nicht-Regierungsorganisation, welche seit über 20 Jahren in den Kriegsgebieten Sri Lankas tätig ist. Sie unterstützt diverse Projekte in diesen Gebieten und leistet auch Soforthilfe, wenn Menschen in Not geraten.  Seit 17 Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Aktion gegen den Hunger" aus Frankreich vor wenigen Wochen durch die Sri Lankischen Streitkräfte ermordet wurden, haben sich viele Hilfsorganisationen von den Kriegsgebieten Sri Lankas zurückgezogen.

    So ist die TRO die einzige Hilfsorganisation, welche nebst dem Internationalen Roten Kreuz (IKRK) vor Ort Soforthilfe leistet. Durch die Kämpfe zwischen den Tamilischen Befreiungstigern und der Sri Lankischen Streitkräfte sind Abertausende von Menschen auf der Flucht.  Diese Menschen sind in Notunterkünften untergebracht und werden von der TRO mit Nahrung und dem Notwendigsten versorgt. Um diese Soforthilfe zu sabotieren hat die Regierung die Konten der TRO im ganzen Land sperren lassen. So sind nun der Hilfsorganisation TRO die Hände gebunden. Dadurch erwirkt die Regierung eine noch schlimmere menschliche Katastrophe.

    In Jaffna, im Norden der Insel sind die Lebensmittel bereits zu Ende gegangen und es droht in dieser Region eine Hungersnot. Hilfslieferungen von aussen sind unmöglich, da wegen Kämpfen alle Zufahrtswege nach Norden - Jaffna blockiert sind.

    Das Tamilen Forum Schweiz verurteilt diese Sperraktionen sowie die Ermordung der 17 Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Aktion gegen den Hunger" auf Schärfste. Die Blockierung der Nothilfe an Zivilisten ist ein Verstoss gegen Menschenrechte. Die Blockade der Nothilfe bzw. Nahrungsmittel wird von vielen Beobachtern als „Waffe" für eine ethnische Säuberung bezeichnet.

    Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung die Arbeit der Hilfsorganisationen behindert. Bereits im Januar dieses Jahres wurden 10 Mitarbeiter der TRO  entführt. Das Schicksal der noch nicht freigelassenen 8 Mitarbeiter liegt noch heute im Dunkeln.  

    Aus diesem Grund ruft das Tamilen Forum Schweiz alle Staatlichen und Nichtstaatlichen Organisationen auf die Sri Lankische Regierung aufzufordern, die Soforthilfe an die notleidenden Menschen zukommen zu lassen und die Menschenrechte einzuhalten.

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