Schloss Wildegg - Schweizerische Landesmuseen

Flugschau mit Greifvögeln auf Schloss Wildegg

Flugschau mit Greifvögeln auf Schloss Wildegg
Greifvogelschau auf Schloss Wildegg. Der Falkner Steven Diethelm mit seinem Zögling. / Flugschau mit Greifvögeln auf Schloss Wildegg / Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck unter Quellenangabe: "obs/Musée Suisse" / Texte complementaire par ots. L'utliisation de cette image ...
Wildegg (ots) - Flugvorführung auf Schloss Wildegg im Kanton Aargau. An der öffentlichen Veranstaltung vom Sonntag 9. September, wird von 14.00 bis 15.30 Uhr ein unverfälschtes Naturerlebnis geboten. Das Falknerpaar Steven Diethelm und Daniela Fleischmann führen auf Wildegg erstmals eine über Jahrtausende tradierte Kunst vor, die eine enge emotionale Beziehung zwischen Greifvogel und Falkner voraussetzt. Die atemberaubenden Flugkünste werden mit Jagdhornklängen sowie mit kulturhistorischen und naturkundlichen Informationen abgerundet. Seit Jahrhunderten nisten in der Schlossdomäne Wildegg immer wieder Greifvögel. Der Schlosshügel in ländlicher Umgebung bietet Falken, Mäusebussards und anderen Greifern ein ökologisch besonders günstiges Umfeld. So verhilft ihnen der bei sonnigem Wetter starke thermische Aufwind über der Hügelkuppe zu einem pfeilschnellen Aufflug. Den Besuchern werden die atemberaubenden Flugkünste verschiedener Greifvogelarten vorgeführt. Besonders faszinierend sind dabei die Sturzflüge der Sakerfalken, die früher zur so genannten Anwartefalknerei eingesetzt wurden. Zu den Höhepunkten der Flugvorführungen auf Schloss Wildegg zählt das Federspiel. Gemeint ist damit eine kissenförmige, mit Federn bestückte Beuteattrappe. Lässt der Falkner diesen "Köder" an einer langen Schnur über seinen Kopf kreisen, ist dies für den Vogel ein unmissverständliches Zeichen zur Rückkehr. Zur Belohnung erhält das Tier ein saftiges Fleischstück, welches am Kopfende des Federspiels befestigt wurde. Obwohl an der Greifvogelschau keinerlei Tiere gejagt werden, knüpft sie an die höfische Tradition der Falknerei an. Einen grossen Einfluss auf den europäischen Adel übte Friedrich II aus, der die Verbindung von Willensstärke und Fürsorge des Falkners als ideale Vorübung für die Menschenführung sah. Viele Naturschützer räumen ein, dass die Beizjagd insofern ökologisch ist, als sie unter menschlicher Regie genauso abläuft wie im Jagdverhalten wildlebender Greifvögel. Das Abrichten der Beizvögel ist keine Dressur, zumal sie ohne jegliche Strafen oder Zwangsmassnahmen erfolgt. Zur wichtigsten Voraussetzung für eine erfolgreiche Falknerei zählt Steven Diethelm das enge Vertrauensverhältnis zwischen Beizvogel und Falkner. Neben der Flugschau vermittelt das Falknerteam Steven Diethelm und Daniela Fleischmann kulturhistorische und naturkundliche Informationen über das natürliche Verhalten der Greifvögel und über die artgerechte Haltung. Indem sie dem Publikum das harmonische Zusammenspiel von Mensch und Vogel vor Augen führen, wird es in ein aussergewöhnliches Naturgeschehen eingebunden. ots Originaltext: Schlossdomäne Wildegg Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Marianne Eichmann Tel.: +41/62/887'08'31 E-Mail: Mariann.Eichmann@slm.admin.ch

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