C.A.T. oil AG

EANS-News: Jahresergebnis der C.A.T. oil AG 2015: Operativ in schwierigem Umfeld erfolgreich, aber Wechselkurs und Ölpreis drücken Erträge in der Eurobilanz

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Utl.: •	Ergebnis-Entwicklung wie prognostiziert
•	Umsatz in Rubel um 4,4 Prozent gesteigert
•	Umsatz in Euro umgerechnet mit 322,5 Mio EUR um 21,8 Prozent niedriger
•	EBITDA um 28,0 Prozent auf 81,5 Mio EUR zurückgegangen
•	Jahresüberschuss 2015 beträgt 20,3 Mio EUR
•	Eigenkapitalquote von 44,5 Prozent auf 48,3 Prozent gesteigert
•	Vorschlag an die Hauptversammlung, keine Dividende auszuschütten, um
Bilanzstruktur für die zukünftigen Entwicklungen zu stärken


Geschäftszahlen/Bilanz/Veröffentlichung des onzernabschlusses

Leistungen der Gruppe

2015 war ein Schlüsseljahr für die C.A.T. oil AG, in dem die Weichen für die
weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe gestellt wurden. Trotz der
wirtschaftlich äußerst herausfordernden Rahmenbedingungen entwickelte sich die
C.A.T.-oil-Gruppe unter der Leitung des neuen Vorstands sowohl im Hinblick auf
das operative Geschäft als auch in finanzieller Hinsicht zufriedenstellend. 

Die Anzahl an Service-Jobs stieg von 4.489 im Jahr 2014 auf 4.975 für 2015 und
entsprach daher einem Wachstum von 10,8 %. Der Umsatz in russischem Rubel nahm
um 4,4 % zu. Der Konzernabschluss in Euro verzeichnete ein leichtes
Leistungsplus gegenüber den erwarteten Ergebnissen. Im Jahr 2015 wurde ein
Umsatz von 322,5 Mio EUR mit einem EBITDA von 81,5 Mio EUR und einem EBIT von
31,0 Mio EUR erzielt. Dementsprechend übertraf die C.A.T. oil AG ganz klar ihre
Mitbewerber.

Diese Entwicklung kommentieren der CEO Yury Semenov und der CFO Valeriy Inushin
wie folgt: "Wir sind stolz darauf, dass wir die Zahl der Aufträge und den Umsatz
in lokaler Währung steigern konnten, obwohl das Marktumfeld für die
Ölfeld-Serviceindustrie in Russland und GUS schwierig war. Wir konnten unsere
finanzielle Solidität durch proaktives Management, disziplinierte
Kostenkontrolle und eine kräftige Bilanzstruktur erhalten, so dass wir gelassen
und selbstbewusst in die Zukunft schauen. Zum heutigen Tag haben wir nahezu
sämtliche Produktionskapazitäten für das Jahr 2016 bereits vermarktet."

Die wichtigsten Geschäftserfolge der C.A.T.-oil-Gruppe im Jahr 2015:

-        Marktposition im Segment Drilling gehalten und im Segment Fracturing
ausgebaut 
-      Ausreichende EBITDA-Rendite gehalten und operative Cashflows generiert
-       Optimierung der Steuerung von Betriebs- und Investitionskosten
-       Verschiebung des Konzerngeschäfts auf das Selbstfinanzierungsmodell ohne
Einbeziehen externer Ressourcen
-     Stabile Cash-Position über das gesamte Jahr gehalten
- Start eines konzerninternen Debt-Equity-Swap-Programms zur Verbesserung der
Profitabilität der operativen Einheiten sowie der Eigenkapitalstruktur der
Gruppe

Vollständige Auslastung
Das gesamte Equipment war im Jahr 2015 vollständig ausgelastet. Angesichts der
besonderen Situation am russischen Markt für Exploration und Produktion von Öl
und Gas ist die derzeitige Ausstattung der C.A.T. oil AG mit Equipment
ausreichend. Angesichts der Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen und dem
Preisdruck auf die Service-Entgelte verfolgte das Management eine flexible
Investitionspolitik und fokussierte vor allem auch darauf, die erforderlichen
Ersatz- und Instandhaltungsinvestitionen durchzuführen.


Führende Marktstellung im Fracturing
Weitere Höhepunkte im operativen Geschäft waren im Jahr 2015 eine Rekordbohrung
in der Region Orenburg. Für den Kunden Gazprom Neft wurde eine Horizontalbohrung
über 1.000 Meter in nur 12,3 Tagen erfolgreich abgeschlossen. Diese vormals noch
nie erbrachte Leistung wurde auch von Kundenseite anerkannt. Im Juni/Juli 2015
wurde der 30.000ste Fracturing Job in der Geschichte des Unternehmens
durchgeführt. Dies beweist die führende Marktstellung der C.A.T. oil AG bei der
Anwendung dieser Technologie am russischen Markt und die hohe
Kundenzufriedenheit.

Einführung eines ganzheitlichen Managementansatzes
Der neue Vorstand hat das Ziel, die C.A.T.-oil-Gruppe gezielt weiter zu
entwicklen und vor allem in der Führung und Adminstration des operativen
Betriebs Synergiepotanziale rasch und umfassend zu realisieren sowie
einheitliche Leistungs- und Qualitätsstandards einzuführen, um diese laufend
verbessern zu können. Ein weiteres Ziel des neuen Vorstands ist es, neben der
Weiterentwicklung der qualitativ hochstehenden Dienstleistung proprietäres
Know-how auf dem Gebiet des Ölfeldservice zu entwickeln, um die zukünftige
Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Zu diesem Zweck wurde im Herbst 2015 direkt unterhalb der C.A.T. oil AG eine
100-prozentige Tochtergesellschaft, die LLC "Petro Welt Technologies", kurz LLC
"Pe-We-Te", mit Sitz in Moskau gegründet, die ein direktes Weisungs- und
Durchgriffsrecht auf die operativen Tochtergesellschaften hat. LLC "Pe-We-Te"
hat von den operativen Tochtergesellschaften einige administrative
Dienstleistungen wie Finanzen, Liquiditätsmanagement, Personal und vor allem den
Einkauf übernommen, um Synergien herzustellen und die kontinuierliche
Entwicklung einheitlicher Qualitätsstandards sicher zu stellen.

Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2015

Der Konzernumsatz in russischem Rubel konnte 2015 um 4,4 % gesteigert werden. In
der Konzernwährung Euro sank der Umsatz um 21,8 % von 412,1 Mio EUR im Vorjahr
auf 322,5 Mio EUR im Jahr 2015. Die hohe Qualität der Dienstleistungen, die die
C.A.T. oil AG dank der guten Qualität der eingesetzten Mitarbeiter und des hohen
technologischen Standards seines technischen Equipments erbringen kann, hat das
Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber den widrigen Rahmenbedingungen gemacht.

Die gegenüber dem Vorjahr erschwerten Rahmenbedingungen, die sich zum einem im
Druck auf die Service-Entgelte, zum anderen in einer durch die Sparprogramme der
Kunden veränderten Auftragsstruktur niederschlugen, zeigen sich deutlich am
durchschnittlichen Umsatz je Auftrag (Job). Im Segment Well Services sank diese
Kennzahl um 27,8 % auf 37.400 EUR bei einer um 10,8 % gestiegenen Zahl der
Aufträge im Segment Drilling, Sidetracking, IPM sank der durchschnittliche
Umsatz um 31,4 % bei einer um 11,2 % höheren Zahl an Aufträgen (Jobs).

Kostenreduktion durch mehr Effizienz
Die Umsatzkosten sanken im Jahr 2015 von 320,2 Mio EUR um 48,7 Mio. EUR oder
15,2 % auf 271,5 Mio EUR. Dieser Rückgang ist geringer als der Wertverlust des
russischen Rubels (-16,6 %) und zeigt somit, dass es dem C.A.T.-oil-Management
gelungen ist, sowohl die Effizienz des operativen Geschäftes zu erhöhen als auch
- trotz des Abschlusses des Investitionsprogramms in den Ausbau der Kapazitäten
- jene Aufwände, die in Euro oder US-Dollar anfallen, zu reduzieren. Es reichte
jedoch nicht aus, den Rückgang der Umsätze in Euro basierend auf der Dynamik der
durchschnittlichen Wechselkurse von 2014 auf 2015 zu kompensieren.


Entwicklung der Erträge

Der Bruttogewinn (Rohertrag) sank um 44,6 % von 92,0 Mio EUR im Jahr 2014 auf
51,0 Mio EUR im Folgejahr. Die Bruttogewinn-Rendite konnte auf 15,8 % gehalten
werden (von 22,3 % für 2014), was in Anbetracht der gegenwärtig sehr schwierigen
Marktgegebenheiten als relativ komfortabler Level für die Finanzen der Gruppe
anzusehen ist. 

Die Entwicklung des Ertrags vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen
und Abschreibungen auf immaterielle Anlagen (EBITDA) verlief im Jahr 2015 recht
erfolgreich. Die EBITDA-Rendite konnte bei 25,3 % und damit nur knapp unter dem
Wert von 27,5 % aus 2014 gehalten werden. Darüber hinaus entsprach der Rückgang
des EBITDA in russischem Rubel nur 4 %. Obwohl damit das EBITDA in Euro um 28 %
von 113,2 Mio im Jahr 2014 auf 81,5 Mio für 2015 sank, hatte dieser Rückgang nur
bedingten Einfluss auf das Unternehmen. Die Gruppe generierte auch weiterhin
einen stabilen, operativen Cashflow und steigerte diesen in russischem Rubel
sogar um 12 %. 

Das operative Ergebnis EBIT verschlechterte sich im Berichtsjahr um 54,4 % und
sank von 67,9 Mio EUR im Jahr 2014 auf 31,0 Mio EUR. Dies ist auf eine
ungenügende Kompensation durch den Rückgang von Kosten allgemein und
administrativen Kosten zurückzuführen. 

Im Vergleich zum positiven Ergebnis 2014 mit 3,2 Mio EUR war das Finanzergebnis
für 2015 mit -1,9 Mio EUR negativ. Diese Entwicklung basiert hautpsächlich auf
den Wechselkursen. Der Gewinn vor Steuern lag 2015 bei 29.0 Mio EUR.

Das schlechtere Verhätlnis von Nettogewinn zu Gewinn vor Steuern (-62,5 %
gegenüber -59,1 % im Jahresvergleich) ist weitestgehend auf die gestiegene
effektive Steuerquote von 24 % im Jahr 2014 auf 30 % für 2015 zurückzuführen.
Als Grund hierfür gelten wiederum zusätzliche Steuerzahlungen in Russland sowie
Festsetzungen der Steuern für vergangene Geschäftsjahre. Das Ergebnis je Aktie
entsprach 0,42 EUR im Geschäftsjahr 2015 und lag damit unter dem Wert von 1,11
EUR je Aktie für 2014.


Dividende für das Finanzjahr 2015

Im Falle attraktiver Investitionsmöglichkeiten bestehen Überlegungen, neue
geografische Märkte auf Basis bereits etablierter und neuer Geschäftsbeziehungen
zu erschließen bzw. eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess am Markt für
Dienstleister der Ölindustrie einzunehmen. Aus diesem Grund ist eine solide
Bilanz erforderlich. In diesem Sinne werden Vorstand und Aufsichtsrat auf der
Hauptversammlung vorschlagen, für 2015 keine Dividende auszugeben. Die Dividende
für 2014 lag bei 0,12 EUR je Aktie. 

Gestärkte Eigenkapitalbasis und solide Bilanz

Im Jahr 2015 konnte die Eigenkapitalquote von 44,5 % im Jahr 2014 auf 48,3 %
gesteigert werden. Dies ist im Wesentlichen auf die Verkürzung der Bilanzsumme
von 379,8 Mio EUR auf 301,3 Mio EUR zurückzuführen. Einserseits wurden die
Assets durch den Kursverlust des russischen Rubels niedriger bewertet,
andererseits konnte die lang- und kurzfristige Verschuldung der C.A.T. oil AG
deutlich reduziert werden. Das Eigenkapital der Gesellschaft sank von 168,9 Mio
EUR zum Jahresende 2014 auf 145,5 Mio EUR zum Jahresende 2015. Die langfristigen
Vermögenswerte der C.A.T. oil AG im Wert von 156,4 Mio EUR sind durch
Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten von insgesamt 249,7 Mio EUR mehr
als gedeckt. Die Nettofinanzverschuldung beträgt zum Jahresende 2015 104,5 Mio
EUR und entspricht damit einem Faktor von 1,3 EBITDA.

Entwicklung der Eigenfinanzierungskraft

Ausgehend von einem Vorsteuerergebnis (EBITDA) in Höhe von 81,5 Mio EUR (nach
113,2 Mio EUR im Jahr 2014) wurde ein operativer Cashflow von 67,3 Mio EUR (nach
80,1 Mio EUR im Jahr 2014) erzielt. Die negativen Auswirkungen des Rückgangs
beim Gewinn vor Steuern konnten teilweise durch bessere Dynamiken im
Nettoumlaufvermögen kompensiert werden (2015: -985 TEUR; 2014: -20,1 Mio EUR),
da der Vorstand durch ein striktes Forderungsmanagement und bessere
Vertragsgestaltung den Rückgang dieser Kennzahl in engem Rahmen hielt.

Die Investitionen wurden nach der Auslieferung des im Jahr 2014 bestellten
Equipments deutlich reduziert. Im Jahr 2015 wurden Investitionen in Sachanlagen
in Höhe von 57,6 Mio EUR vorgenommen, nach 134,8 Mio EUR im Jahr davor.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag nach 84,7 Mio EUR im Jahr 2014
bei -29,7 Mio EUR im Jahr 2015. Ursache dafür war die vorzeitige Rückzahlung
eines Darlehens an die russische Sberbank. 

Ausblick auf Umsatz- und Ertragsentwicklung

Auf Basis dieser allgemeinen Annahmen - ausgehend von einem Wechselkurs von
80-82 russischen Rubel auf 1 Euro - und dank einer fast ausgebuchten
Auftragslage erwartet das Management für 2016 Umsätze aus dem operativen
Geschäft in russischen Rubel von +1 % oder +2 %. Die EBIT- und EBIDTA-Renditen
werden voraussichtlich auf ihrem zufriedenstellenden Level von etwa 12 % für
EBIT und 25 % für EBITDA gehalten werden können. Das Management wird auch die
Umsatzkosten im Auge behalten und geht davon aus, dass sich ihr gegenwärtiger
Stand in russischem Rubel nicht ändern wird.

Rückfragehinweis:
Bernhard Grabmayr
SCHOLDAN&Comp.
Bernhard Grabmayr
office@scholdan.com
+43-1-513 23 88-0

Ende der Mitteilung                               euro adhoc 
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