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Vorsicht vor der Lücke - Bericht des KPMG (internationale Prüfungsgesellschaft) zur Anregung von Investitionen in die Infrastruktur

London (ots/PRNewswire) - Eine der grössten wirtschaftlichen Herausforderungen für Regierungen und Bauunternehmen in aller Welt besteht darin, der wachsenden Nachfrage nach dem Ausbau der Infrastruktur gerecht zu werden.

Man geht davon aus, dass die Kosten für die Infrastrukturentwicklung die nächsten fünfzehn Jahre über 3,2 Billionen USD pro Jahr betragen werden. [1] Es herrscht allerdings ein eklatanter Mangel an entsprechenden Geldmitteln - geschätzte 500 Milliarden USD pro Jahr. Regierungen und Unternehmen haben daher ein starkes gemeinsames Interesse daran, die Ursachen zu ermitteln und Lösungen zur Überbrückung dieser Finanzierungslücke zu finden. Die B20-Gruppe[2] bringt regelmässig wirtschaftliche Führungskräfte aus den G20-Statten zusammen und bat die sechs grössten internationalen Buchführungsnetzwerke[3] darum, das Problem gemeinsam zu analysieren und praktische Empfehlungen zu entwickeln, wie sich langfristige Infrastrukturinvestitionen aus nichtstaatlichen Quellen fördern liessen.

Ein Expertengremium aus den sechs grössten internationalen Buchführungsnetzwerken legt nun einen Bericht [http://www.kpmg.com/Global/en/IssuesAndInsights/ArticlesPublications/Press-releases/Documents/unlocking-investment-in-infrastructure.pdf] vor, mit Schwerpunkt auf möglichen Reformen für Buchführung und Unternehmensberichterstattung, mit deren Hilfe zusätzliche private Investoren angelockt werden könnten.

Das Gremium sprach Empfehlungen für die folgenden drei Bereiche aus:

- Verwendung der Unternehmensberichterstattung für einen langfristigen
  Schwerpunkt;
- fortlaufende Verbesserung der Finanzberichterstattung durch permanenten Ausbau
  der Buchführungsstandards; sowie
- Anregung einer besseren Ausrichtung regulatorischer Risikoabschätzungen an
  den tatsächlichen Risikoprofilen von Infrastrukturinvestitionen.
 

Das Gremium kommt zu dem Schluss, dass Änderungen an den Buchführungsprinzipien im Wesentlichen nicht dazu beitragen würden, langfristige Infrastrukturinvestitionen attraktiver zu machen. Es unterstützt jedoch die kontinuierliche Arbeit des IASB (International Accounting Standards Board) an der Verbesserung der Finanzberichterstattung. Insbesondere sollte das IASB auch weiterhin in der nahen Zukunft einen deutlichen Schwerpunkt auf die Erstellung internationaler Standards bei Versicherungsverträgen legen, da die Versicherungsbranche potenziell einer der Hauptinvestoren in Infrastruktur ist. Das IASB sollte ausserdem seine Erwägungen von Leistungsberichten als Teil seines konzeptuellen Rahmens und seiner Disclosure-Initiative-Projekte fortsetzen.

Historische Finanzinformationen spielen eine wichtige Rolle dabei, Investoren bei der Einschätzung möglicher Projektergebnisse zu unterstützen, können aber für sich genommen kein vollständiges Bild liefern. Angesichts dessen empfiehlt das Gremium, dass die B20 gemeinsam mit den G20 Neuerungen im Bereich der Unternehmensberichterstattung sowie Initiativen, die Investoren eine längerfristige und umfassendere Perspektive bei der Schaffung von Shareholder-Value bieten, aktiv fördern soll, um die Perspektive der historischen Wirtschaftsleistung und der aktuellen wirtschaftlichen Lage anhand von Geschäftsberichten zu ergänzen. Als Beispiel für diesen Aspekt weist das Gremium insbesondere auf die Bedeutung des integrierten Berichtswesens hin.

In dem Bericht [http://www.kpmg.com/Global/en/IssuesAndInsights/ArticlesPublications/Press-releases/Documents/unlocking-investment-in-infrastructure.pdf] erkennt das Gremium an, dass andere Faktoren - wie die Abschätzung rechtlicher Voraussetzungen, die geografische und politische Stabilität oder die Entwicklung von Strukturen zur Bonitätsverbesserung für projektbezogene Anleihen - eine wichtigere Rolle dabei spielen müssen, Infrastrukturinvestitionen attraktiver zu machen. Das Gremium ist allerdings davon überzeugt, dass eine grössere Transparenz bei Projektdaten und -risiken dabei helfen würde, potenzielle Geldmittel zu binden, und dass insofern gewisse Verbesserungen die Unternehmensberichterstattung förderlicher für Infrastruktur- oder andere langfristige Investitionen gestalten könnten.

Mehr über das Gremium Im Hinblick auf die Bedeutung von Infrastruktur- und anderen langfristigen Investitionen für die Weltwirtschaft, hat die B20 eine Einsatztruppe für Infrastruktur und Investitionen geschaffen, welche umsetzbare Empfehlungen für die G20 entwickeln konnte. Als Ergebnis einer dieser Empfehlungen haben die sechs grössten internationalen Buchführungsnetzwerke ein Gremium ins Leben gerufen, um die aktuellen Praktiken bei Buchführung und Unternehmensberichterstattung zu analysieren und Verbesserungsvorschläge zu machen, wie man das Modell der Unternehmensberichtserstattung um eine umfassendere Perspektive der Unternehmensleistung bereichern könnte, die stärkere Anreize für langfristigen Investitionen schafft.

Über: KPMG International [http://www.kpmg.com]

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[1] Einschätzung von McKinsey and Standard & Poor's.

[2] The Business 20 (B20), eine Gruppe führender Wirtschaftsvertreter aus allen G20-Staaten.

[3] Das "Gremium" besteht aus Vertretern von BDO (Binder, Dijker Otte & Co, Netzwerk von Firmen, die in der Wirtschaftsprüfung tätig sind), Deloitte, EY (Ernst & Young), Grant Thornton, KPMG (Klynveld, Peat, Marwick, Goerdeler) und PwC (Pricewaterhouse Coopers).

Weitere Informationen:
Brian Bannister
brian.bannister@kpmg.co.uk
KPMG Head of Global Communications
+44-207-694-2601
 



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