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BMO Financial Group and BMO Nesbitt Burns

Vogelgrippe-Krise: BMO Nesbitt Burns präsentiert wirtschaftliches Update

Toronto, Kanada (ots/PRNewswire)

- Infektion von Menschen immer noch sehr eingeschränkt, aber
fehlende Vorbereitung und Planung könnten sich verheerend auswirken
Die Vogelgrippe verbreitet sich rasch innerhalb der
Vogelpopulation, es ist aber noch immer sehr schwer möglich, dass
sich Menschen anstecken.
Laut Dr. Sherry Cooper, Chief Economist von BMO Nesbitt Burns,
kursiert eine ganze Menge an Falschinformationen, die unnötige Ängste
und wirtschaftliche Kosten nach sich ziehen. Eine Infektion des
Menschen erfordert im Allgemeinen den direkten Kontakt mit krankem
oder totem Geflügel. Dies ist am wahrscheinlichsten in Gebieten, wo
das Hausgeflügel in engem Kontakt mit den Menschen lebt - generell in
Teilen von Asien, Afrika und dem Nahen Osten. Eine humane H5N1
Pandemie, sollte diese auftreten, würde wahrscheinlich eher in den
Schwellenländern entstehen, als in Europa oder Nordamerika.
In ihrem Bericht mit dem Titel "Die Vogelgrippe: ein
wirtschaftliches Update", erklärt Dr. Cooper, dass Pandemien, im
Gegensatz zu anderen Naturkatastrophen oder Terrorismus, lang
anhaltend und tief greifend sind. Daher ist der rein wirtschaftliche
Verlust substantiell und ausgedehnt. Sie konstatiert, dass eine
Vogelgrippe-Pandemie zu erheblichen Versorgungs- und
Nachfrageeffekten führen würde. Die weit verbreitete Abwesenheit von
der Arbeit und eine Unterbrechung des Handels würden die
Versorgungsseite dominieren. Soziale Distanzierung und Angst würden
anfangs die Nachfrage nach lebensnotwendigen Gütern wie
unverderbliche Nahrung, Wasser, medizinischen Materialien und
Gesundheitsdienstleistungen erhöhen, jedoch die Nachfrage nach
buchstäblich allen anderen Produkten reduzieren.
Die weltweiten Gesundheitssysteme würden ihre Belastungsgrenze
überschreiten. Knappheiten von medizinischen Schlüsselprodukten,
Hilfsmaterial und ausgebildetem Personal wären wahrscheinlich. Und
wir würden anhaltende Ausfälle von Energie- und
Versorgungseinrichtungen, sowie Behörden hinnehmen müssen. "In der
Vorbereitung liegt der Schlüssel für die Bewältigung solcher
Schwierigkeiten", sagt Dr. Cooper.
"Regierung, Wirtschaft, Einzelpersonen und die öffentlichen
Gesundheitseinrichtungen müssen die Kontinuitäts- und
Bereitschaftspläne genauer ausarbeiten und entwickeln, sowie diese
Pläne testen und nochmals testen und diese anpassen, wenn sich die
Lage ändert", fordert sie mit aller Deutlichkeit.
Dr. Cooper erklärt, dass globale, wirtschaftliche Interdependenzen
und die Bedeutung von China auf den Commodity Märkten und im Export
von Niedrigpreis-Gütern das Potential für eine wirtschaftliche
Störphase durch eine humane Pandemie erhöht. Ebenso verhält es sich
mit dem enormen Volumen des internationalen Handels und der
Reisetätigkeit. Die Supply Chains sind heutzutage weltumspannend und
Lager werden auf Just-in-Time-Basis verwaltet. Dr. Cooper schlägt
vor, dass die erhebliche, wirtschaftliche Verlangsamung in Asien, die
aus der Pandemie resultieren würde, die Nachfrage nach Commodities
und Industriegütern merklich herabsetzen würde, was die Preise nach
unten drücken würde. Dies hätte einen besonders negativen Einfluss
auf Commodity produzierende Länder wie Kanada.
Die Menschen können sich mit H5N1 nicht infizieren, wenn sie
durchgegartes Geflügel und Geflügelprodukte zu sich nehmen. Trotzdem,
so Dr. Cooper, muss die Geflügelbranche, insbesondere in Europa,
bereits einen schweren Schlag einstecken. Ein Dominoeffekt wird
Branchen wie Erzeuger von Geflügelfutter, Geflügelverarbeiter,
Lebensmittelhändler und Restaurants erfassen, besonders jene, die
sich auf Geflügel spezialisiert haben. In den USA hat die USD 30 Mrd.
schwere Geflügelbranche bereits Einbussen hinnehmen müssen, da die
Exporte im Dezember um 28 % gefallen sind und da die Besorgnis
herrscht, ein stärkerer Einbruch würde sich anbahnen.
Zusätzlich zur Geflügelbranche und ihre verbundenen
Geschäftsbereiche wären die unmittelbaren Verlierer der Tourismus,
der Reise- und Transportsektor, die Beherbergungsbetriebe, der
öffentliche Transport, Lebens- und Krankenversicherer, Theater,
Casinos, Sporteinrichtungen, Zuschauersportarten, religiöse
Einrichtungen, Tagungszentren, Restaurants, Einzelhändler von nicht
lebenswichtigen Gütern und Bereitsteller von nicht lebenswichtigen
Dienstleistungen oder solche, die die Krankheit direkt verbreiten
könnten, wie Zahnärzte und Frisöre.
Dr. Coopers wirtschaftliches Modell prognostiziert, dass eine
gemässigte Pandemie das weltweite, jährliche BIP Wachstum im
Vergleich zum sonstigen Ergebnis um 2 Prozentpunkte reduzieren würde.
Eine schwere Pandemie, ähnlich der Spanischen Grippe von 1918, würde
das weltweite BIP Wachstum um 6 Prozentpunkte herabsetzen (wieder auf
Basis der herrschenden Zuwachsraten). Sie betrachtet die Ergebnisse
als zu niedrig angesetzte, weltweite Schätzungen, da das
wirtschaftliche Modell annimmt, dass alle Länder in gleicher Weise
betroffen sind. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Anzahl an
Ländern, die mehr als die USA in Mitleidenschaft gezogen werden,
grösser sein wird, als die Anzahl an Ländern, denen es besser ergeht
- aber sogar das ist unsicher.
Wenn es zu einem Zytokin Sturm käme (wie beim schweren Grippevirus
von 1918), bei dem das Immunsystem nicht nur das Virus attackiert,
sondern innere Organe und Gewebe angreift, dann würden schwangere
Frauen und 15 bis 40jährigen Personen die höchste Mortalitätsrate
aufweisen. Dr. Cooper hält fest, dass viele Experten darauf
hinweisen, dass moderne Gesundheitssysteme akute Fälle von Zytokin
Stürmen heute nicht viel besser bewältigen können, als sie dies 1918
konnten, nicht einmal in voll ausgestatteten und personell voll
besetzten Intensivstationen. "Die am stärksten betroffene Gruppe
wären die jungen, produktivsten und reproduktivsten Mitglieder der
Gesellschaft", sagt Dr. Cooper. Dies hätte einen bleibenden Einfluss
durch die Reduktion der Geburtenrate und das Altern einer bereits
überalterten Population, was eine lange Jahre andauernde, schwächere,
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und eine Verstärkung der bereits
äusserst hohen Anforderungen an Pensionen und an die
Gesundheitssysteme bewirken würde. Niemand kann die Eigenschaften des
speziell mutierten Virusstammes genau vorhersagen, der die Pandemie
hervorrufen würde oder sagen, wie sich diese Charakteristika im Laufe
der Zeit verändern würden. "Es ist aber wichtig, zu wissen, dass auch
bei einer schwerwiegenden Pandemie ungefähr 99 % der Weltbevölkerung
überleben und die Reisetätigkeit und der Handel wieder einsetzen
würden, sobald die Wirtschaftstätigkeit wieder anlaufen würde",
folgerte Dr. Cooper.
Der vollständige Bericht ist verfügbar unter:
http://www.bmonesbittburns.com/economics/reports/20060313/report.pdf
BMO Nesbitt Burns ist ein führendes
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