Migros-Genossenschafts-Bund Direktion Kultur und Soziales

Neue Sammlungskonservatorin am Migros Museum für Gegenwartskunst: Nadia Schneider Willen

Nadia Schneider Willen

Zürich (ots) - Die Kunsthistorikerin Nadia Schneider Willen (*1971, Bern) wird ab 1. September 2015 neue Sammlungskonservatorin am Migros Museum für Gegenwartskunst. Sie folgt auf Judith Welter, die nach ihrem über zehnjährigen Engagement für das Migros Museum für Gegenwartskunst die Direktion des Kunsthaus Glarus übernommen hat.

Nadia Schneider Willen lebt und arbeitet als freiberufliche Kuratorin in Zürich und leitet die Adolf Wölfli-Stiftung im Kunstmuseum Bern. Seit 2012 ist sie Präsidentin der Eidgenössischen Kunstkommission, in der sie zuvor sechs Jahre als Mitglied aktiv war. Sie studierte an der Universität Zürich Kunstgeschichte und Romanistik und engagierte sich in den 1990er Jahren kuratorisch im Projektraum Kombirama sowie im Kleinen Helmhaus in Zürich. Von 2001 bis 2007 war sie Direktorin des Kunsthaus Glarus und kuratierte zahlreiche Ausstellungen internationaler und Schweizer Kunstschaffender. Anschliessend war sie als Konservatorin für moderne und zeitgenössische Kunst am Musée d'art et d'histoire in Genf tätig, wo sie unter anderem für die Personale von Alexandre Perrier (1862-1936) sowie für die Retrospektive von Alberto Giacometti im Musée Rath verantwortlich zeichnete. Als freiberufliche Kuratorin realisierte sie unter anderem die Ausstellung In Times Like These im Rahmen der Internationalen Biennale in Prag (2005, Nationalgalerie), die Gruppenausstellung Schlagwörter und Sprachgewalten. Wie in der Sprache Macht und Identität verhandelt werden im Kunsthaus Baselland (2012) sowie Salon distingué - Hausrat in guter Gesellschaft im Museum Langmatt Baden (2014).

Die Sammlung des Migros Museum für Gegenwartskunst Seit 1996 setzt sich das Migros Museum für Gegenwartskunst für die Produktion, das Ausstellen, Sammeln und Vermitteln internationaler zeitgenössischer Kunst ein. Die Sammlung des Museums verdankt ihr Bestehen der fördernden Geste eines Unternehmers: Gottlieb Duttweiler, der Gründer des grössten schweizerischen Detailhändlers Migros, begann Mitte der 1950er-Jahre, Kunstwerke anzukaufen. Die über Jahre gewachsene Sammlung des Migros Museum für Gegenwartskunst geht weit über die anfängliche Bedeutung der als Förderung von lokalen und nationalen Künstlern gedachten Unternehmenssammlung hinaus und ist als museale Sammlung insbesondere durch die Wechselwirkung und Verschränkung der Sammlungs- und Ausstellungstätigkeiten geprägt, die seit der Gründung des Museums 1996 betrieben werden. Während sich die Ankäufe in den 1970er-Jahren auf Minimal Art, deutsche Malerei und wichtige Schweizer Positionen konzentrierten, wurde der Schwerpunkt danach auf zeitgenössische Kunst gelegt wie zum Beispiel Maurizio Cattelan, Marvin Gaye Chetwynd, Christoph Büchel, Urs Fischer, Douglas Gordon, Rachel Harrison, Mark Leckey, Rirkrit Tiravanija, Tatiana Trouvé oder Christoph Schlingensief sowie auf deren Vorläufer wie Marc Camille Chaimowicz, Stephen Willats, Katharina Sieverding oder Paul Thek. Installative Arbeiten sowie Werke, die sich mit Raumkonstruktionen, Performativität oder gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzen, nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein. Der Gesamtbestand der Sammlung setzt sich aus rund 1300 Werken von 700 Künstlern zusammen, wobei das Museum heute primär mit einem Kernbestand, bestehend aus den Ankäufen ab Ende der 1970er-Jahre, arbeitet (ca. 500 Werke von rund 270 Künstlern).

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