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PREMIO 2012: Nachwuchspreis für Theater und Tanz Das hoffnungsvolle Versprechen aus Lausanne

Zoothéatre: Aurélien Patouillard, Emilie Vaudou und Cédric Djedje berühren sich und das Publikum beim Premio-Finale 2012. (Foto: Bernhard Fuchs)

Zürich (ots) - Am Samstag, 19. Mai 2012, hat PREMIO im Theater Südpol in Luzern zum 11. Mal den Nachwuchspreis für Theater und Tanz vergeben. Aurélien Patouillard und sein Kollektiv Zoothéâtre aus Lausanne haben den ersten Preis im Wert von 30'000 Franken gewonnen. Der zweite Preis, dotiert mit 3'000 Franken, erhielt die Genfer Performerin Violetta Perra. Den dritten Rang teilten sich die Berner Compagnie Ringgenberg/Lange und die Basler Schauspielerin Melanie Schmidli und erhielten je 1'000 Franken.

Sie haben zwar versprochen, niemanden zu berühren, «On a promis de ne pas vous toucher», haben aber mit ihrer überzeugenden Performance das Gegenteil erreicht: Das Kollektiv Zoothéâtre um Aurélien Patouillard hat im PREMIO-Final vom 19. Mai 2012, der erstmals im Luzerner Theater Südpol stattfand, mit seiner 20-minütigen Präsentation sowohl die Jury als auch die zahlreichen Zuschauer in seinen Bann gezogen. Die Lausanner setzten sich gegen die zweitplatzierte Performerin Violetta Perra sowie die Schauspielerin Melanie Schmidli und die Berner Compagnie Ringgenberg/Lange durch. Doch gewonnen haben alle vier Gruppen, die am Finale teilgenommen haben. Einerseits, weil sie sich wichtigen Theaterveranstaltern aus der gesamten Schweiz präsentieren konnten. Andererseits, weil das Migros-Kulturprozent und die Ernst Göhner Stiftung ihre Gastspiele inskünftig finanziell unterstützen werden. Die Ausschreibung für den Wettbewerb 2013 erfolgt im September 2012. Eingabeschluss ist der 1. Januar 2013.

Unberührt berührt Die Jury hat ihren Entscheid wie folgt begründet: «Anstatt von Bataille zu reden, haben sie Bataille verinnerlicht. Sie erhalten den Preis für die feine Zärtlichkeit, mit der sie an das Thema herangehen und für die subtile Spielart, die sie gefunden haben, um ohne Arroganz von Erotik zu sprechen. Die Compagnie Aurélien Patouillard arbeitet intensiv als Gruppe, ohne ihre starken Individualitäten aufzugeben. Sie nehmen den Raum ein und nähern sich den Zuschauern, fast bis zur Berührung.»

Aurélien Patouillard - Zoothéâtre Vor einem Jahr hat sich der Schauspieler Aurélien Patouillard mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus der Manufacture in Lausanne zusammengetan. Gemeinsam mit Emilie Vaudou, Claire Deutsch, Koraline De Baere, Cédric Djedje und Simon Guélat startete er eine Theaterrecherche, die den menschlichen Körper den Texten des französischen Philosophen Georges Bataille gegenüberstellt. Aurélien Patouillard ist Teil von Zoothéâtre, das zum interdisziplinären Lausanner Kollektiv Zooscope mit Kathy Hernan und Adrien Rupp gehört. Zooscope hat mit dem Stück «Le loi d'interaction» bereits den PREMIO 2010 gewonnen.

Infobox PREMIO richtet sich an junge Theater- und Tanzschaffende, die höchstens drei Jahre Erfahrung in der professionellen Theater- und Tanzszene haben. Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung junger Compagnien sowie deren Vernetzung mit freien Theaterhäusern. PREMIO bietet darstellenden Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform, auf der sie ihre Projekte präsentieren und wichtige Kontakte knüpfen können. Neben einem Produktionsbeitrag profitieren ausgewählte Compagnien des Halbfinals und des Finals von Aufführungsmöglichkeiten in den beteiligten Theatern. Die Gagen der engagierten Compagnien übernehmen die Ernst-Göhner-Stiftung und das Migros-Kulturprozent. Ehemalige PREMIO-Preisträger wie Far A Day Cage, Perrine Valli, Eugénie Rebetez oder Cie Alexandre Doublet gehören zu den innovativsten Produktionsgemeinschaften der Schweiz.

Getragen wird PREMIO von über 30 Theaterinstitutionen aus der ganzen Schweiz Arsenic Lausanne; Centre Culturel Neuchâtelois / Théâtre du Pommier Neuchâtel; Dampfzentrale Bern; Espace Nuithonie Fribourg; Fabriktheater Rote Fabrik Zürich; FAR° Festival des Arts Vivants Nyon; GRÜ/Théâtre de Grütli Genève; Hochschule der Künste Bern; Imprimierie Basel; Junges Schauspielhaus Zürich; Kaserne Basel; Kleintheater Luzern; La Manufacture - Haute Ecole de Théâtre de Suisse Romande; Migros-Genossenschafts-Bund; Schlachthaus Theater Bern; Südpol Luzern; Tanzhaus Zürich; Teatro Sociale Bellinzona; Theater an der Winkelwiese Zürich; Theater Chur; Theater der Künste, Zürcher Hochschule der Künste; Theater Tuchlaube Aarau; Theater Winterthur; Theaterhaus Gessnerallee Zürich; Théâtre de l'Usine Genève; Théâtre du Loup Genève; Théâtre Sévelin 36 Lausanne; ThiK. Theater im Kornhaus Baden; Tojo Theater Reitschule Bern; Vorstadt Theater Basel; Zürcher Theater Spektakel

* * * * * Das Migros-Kulturprozent ist ein freiwilliges, in den Statuten verankertes Engagement der Migros für Kultur, Gesellschaft, Bildung, Freizeit und Wirtschaft. www.migros-kulturprozent.ch

Kontakt:

Daniel Imboden, Direktion Kultur und Soziales,
Migros-Genossenschafts-Bund, Geschäftsführer PREMIO,
daniel.imboden@mgb.ch, 044 277 62 26
Fotos zum kostenlosen Download unter www.theaterfoto.ch
(Download/PREMIO)
www.premioschweiz.ch / www.sudpol.ch



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