Softship AG

Softship AG: Vorstandsinterview zu Kursverlusten

    Hamburg (ots) -

    Die Softship AG, Hamburg, veröffentlichte in der vergangenen Woche die Verfehlung der Planzahlen für das Geschäftsjahr 2005. Daraufhin brach der Kurs (bis dato) um über 30 Prozent ein. Grund genug den Vorstand nach den Hintergründen zu befragen:

    Vorstandsinterview mit Herbert Frick und Heiko Nocke, Vorstände         der Softship AG

    Sehr geehrter Herr Nocke, in der vergangenen Woche veröffentlichte Softship die Verfehlung der Planzahlen für das Geschäftsjahr 2005. Die Aktie wurde zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt. Nachdem der Handel wieder aufgenommen wurde brach die Notierung zeitweise um knapp 30 Prozent ein.

    Ist wirklich alles so schlimm und wieso wurde dieser Sachverhalt erst so spät gemeldet?

    Das wir den Umsatz und das Ergebnis 2005 verfehlt haben, liegt an den nicht erzielten Lizenzerlösen. Dieses ist für uns ein sehr wichtiger Umsatz- und Erlösbereich. Der andere sehr wichtige Erlösbereich sind unsere Dienstleistungen für Programmierung, Beratung und Wartung. Dieser Bereich repräsentiert ca. 80% unseres gesamten Geschäftes und ist in 2005 planmäßig verlaufen.

    In unserem Geschäft ist es sehr typisch, dass die Entscheidungen der Kunden für neue Software und somit für unsere Lizenzen erst zum Jahresende getroffen werden. Da  einzelne Lizenzverkäufe sehr oft im deutlich sechsstelligen Eurobereich liegen, können die letzten Tage des Geschäftsjahres sehr entscheidend dafür sein ob die Ziele erreicht werden oder nicht. Bis dann Anfang des neuen Jahres die Ergebnisse vorliegen, insbesondere von der ausländischen Tochtergesellschaft und den Beteiligungsunternehmen vergeht auch noch entsprechende Zeit.

    Wie lauten Ihre Prognosen für das laufende Jahr? Müssen sich die Anleger auf ein weiteres verlustreiches Geschäftsjahr einstellen?

    Bereits zum Jahresende 2005 haben wir von einem großen Kunden aus Südamerika  einen Lizenzauftrag im Volumen von 320 TEUR erhalten. Wir konnten die Software in 2005 nicht mehr ausliefern. Somit ist der Umsatz in 2005 nicht mehr realisiert worden und wird in das erste Halbjahr 2006 fallen. Wie erwähnt, machen wir den meisten Umsatz im Dienstleistungs- bereich. Hier haben wir für 2006 bereits viele Aufträge vorliegen, um entsprechend positive Zahlen zu erreichen. Aus diesen Gründen sehen wir für 2006 kein verlustreiches Jahr. Eine konkrete Geschäftsplanung wollen wir Ende März 2006 veröffentlichen.

    Es gibt Spekulationen am Markt die behaupten, Sie hätten Marktanteile verloren. Wie kommentieren Sie diese Behauptungen und sind die Softwarelösungen von Softship noch konkurrenzfähig?

    Die Wettbewerber im Schifffahrtsbereich, welche nennenswerte Marktanteile haben, sind uns bekannt. Es sind in 2005 keine neuen hinzugekommen.  

    Die Interessenten, die wir in 2005 nicht abschließen konnten sind auch nicht zum Mitbewerb gegangen. Sie haben die Entscheidungen in das Jahr 2006 verschoben. Insofern haben wir hier auch keine Marktanteile verloren.

    Die gesamte Softwarebranche unterliegt einem sehr hohen Innovationsdruck. Die Entwicklung bei neuen Technologien geht rasant weiter. Um unsere Produkte hier konkurrenzfähig zu halten, haben wir auch im Jahr 2005 ca. 600 Arbeitstage in die Weiterentwicklung investiert. In unserem Produktionsplan für 2006 haben wir ein annähernd gleiches Investitionsvolumen aufgenommen.

    Was macht eigentlich die Beteiligung an Airpas? Wie sieht hier das abgelaufene Geschäftsjahr aus?

    Bei Airpas Aviation AG haben wir den Umsatz zum Vorjahr leicht steigern können. Dieses ist bedingt durch ein sehr gutes Geschäft im Dienstleistungsbereich. Im Lizenzgeschäft ist die Planung allerdings nicht erfüllt worden. Unsere Produkte bei den Airlines bekannt zu machen und entsprechend zu positionieren dauert länger als wir erwartet haben.

    Inzwischen sind wir hier jedoch deutlich weiter gekommen und sind derzeit mit mehreren größeren Airlines in sehr aussichtsreichen Gesprächen. Wir sehen hier ein Neukundenpotential im ersten Halbjahr 2006.

       Können Sie uns etwas über die strategischen Ziele sowie die aktuellen Geschehnisse bei Softship berichten?

    Der auch für uns überraschend eingetretene Umstand, dass sich die geplanten Lizenzerlöse im Jahresendgeschäft doch nicht realisieren ließen, führt keinesfalls zur generellen Neuausrichtung der Unternehmensstrategie. Wir werden weiterhin ein globaler Anbieter für Logistiksoftware in der Schifffahrt bleiben. Hier liegt unsere Kernkompetenz. Des Weiteren werden wir unser Engagement an der Beteiligungsfirma Airpas aufrechterhalten. Erfolge auf dieser Strecke machen uns langfristig unabhängiger von den Schwankungen in der Schifffahrt.

    Die ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres sind geprägt von der Arbeit nun schnell Lizenzerlöse zu generieren. Über den erwähnten Fall aus Südamerika hinaus, wo es gilt dieses Geschäft vertrags- und installationsmäßig in die Bücher zu bekommen, ist die Anzahl der Interessenten im Schifffahrtsbereich weiterhin groß. Bei Airpas befinden wir uns, wie erwähnt, in konkreten Verhandlungen mit namhaften Airlines.

    Wie groß sind eigentlich Softships liquide Mittel und wie hoch ist der aktuelle Buchwert?

    Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 1.044 TEUR und die kurzfristigen Forderungen betrugen 1.867 TEUR. Der Buchwert zum Bilanzstichtag wird ca. 3.250 TEUR betragen.

    Müssen wir nun mit Aktienverkäufen von Seiten des Vorstandes rechnen?

    Nein, der gesamte Vorstand steht weiterhin zu seinem Engagement an der Softship AG

    Nennen Sie uns doch abschließend drei gute Gründe für ein Investment in die Valoren der Softship AG - und Ihr persönliches Kursziel.

    Die Softship AG ist ein seit 17 Jahren am Markt etabliertes Unternehmen mit guten Umsätzen und Erträgen. Ausnahmen hierzu sind lediglich die Jahre 2001 und 2005. Dies bietet Investoren nach wie vor aus unserer Sicht entsprechende Sicherheit bei ihrer Anlage.

    Die Steigerungen in den vergangenen Jahren, mit Ausnahme der Jahre 2001 und 2005, waren kontinuierlich und wir gehen hier auch von einer Weiterentwicklung aus. Somit ist ein gutes Wachstumspotential für eine entsprechende Wertentwicklung gegeben.

    Der Zielmarkt Transport, insbesondere Schifffahrt und Luftfahrt, ist einer der größten Wachstumsmärkte der kommenden Jahre. Hiervon profitiert die Softship AG.

    Unser persönliches Kursziel ist, langfristig und stabil deutlich über dem damaligen Emissionskurs von vier Euro zu liegen.

    Wir bedanken uns recht herzlich für das Gespräch!

ots Originaltext: Softship AG
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