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Media Service: Stocks-News vom 04. Januar 2010 Swiss-Life-Konzernchef Bruno Pfister: «Ich sehe keinen Grund für einen Ausstieg»

    Zürich (ots) - Ein Nein der Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am 7. März zu tieferen Rentenumwandlungssätzen würde die Profitabilität von Swiss Life, der grössten Schweizer Lebensversicherung, nicht tangieren, erklärt CEO Bruno Pfister im Interview mit den Anleger-Magazin Stocks. «Ein Nein würde die bestehende Umverteilung von Erwerbstätigen zu Rentnern zementieren. Diese findet auch innerhalb der Versicherung statt, sodass ein Nein an der Profitabilität der Swiss Life nichts ändert», so Pfister.

    Das Nein zu tieferen Rentenumwandlungssätzen würde auch nicht zu noch tieferen Sätzen im überobligatorischen BVG-Teil zwingen. «Im Überobligatorium rechnen wir schon seit Jahren mit 5,8 Prozent - das ist unserer Ansicht nach der versicherungsmathematisch korrekte Satz. Es gibt daher keine Pläne, diese Grösse weiter zu senken», erläutert Pfister.

    Derzeit sei auch ein Rückzug der Swiss Life aus dem Pensionskassengeschäft kein Thema: «Solange die Rahmenbedingungen so gestaltet sind, dass wir eine vernünftige Rendite erwirtschaften können, die die Kapitalkosten deckt, sehe ich keinen Grund, dass wir aus dem Vollversicherungsgeschäft aussteigen. Anders wäre es, wenn sich die Rahmenbedingungen massiv verschlechtern würden. Das betrifft aber weniger den Umwandlungssatz als vielmehr den BVG-Mindestzinssatz und die Gewinnausschüttungsquote, die so genannte Legal Quote. Konkret: Wenn Letztere vom Brutto- aufs Nettoprinzip wechseln würde, müssten sich die Swiss Life und wohl die gesamte Lebensversicherungsbranche Gedanken machen, wie das Geschäft weiter betrieben werden soll.»

    Zum operativen Geschäft ausserhalb des Pensionskassengeschäfts äussert Pfister ambitiöse Ziele: Er will die Verkäufe von Swiss-Life-Policen via AWD bis 2012 rund verdreifachen. «Bis 2012 soll der Verkauf von Swiss-Life-Produkten über AWD rund zwei Milliarden Franken ausmachen», prognostiziert Pfister.

    Das vollständige  Interview finden Sie in der neusten Ausgabe von Stocks, Nr. 3/10, vom 05. Januar 2010.

    Veröffentlichung, bitte mit Quellenangabe, erwünscht.

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