TARGET - Rüdiger Nehberg

Frauenärzte unterstützen TARGET-Projekt in Äthiopien
Geburtshilfe für Nehberg-Krankenhaus

    Düsseldorf/Hamburg (ots) - Frauenärzte aus ganz Deutschland werden den Menschenrechtler und TARGET-Gründer Rüdiger Nehberg (74) bei dem Bau der "Geburtshilfe-Station Danakilwüste" im Gebiet des Afar-Volkes im Nordosten Äthiopiens unterstützen. Das haben die Mediziner heute (= Donnerstag, 4. März) bei einem Kongress der Frauenärztlichen BundesAkademie in Düsseldorf beschlossen. "Wir machen das Projekt zu unserem: materiell, personell und mit unserem gesamten Know-how", betonte Tagungspräsident Dr. Werner Harlfinger. "Diese Zusage und das außerordentliche Engagement der Mediziner haben mich überwältigt. Wir sind sehr dankbar dafür", sagte Nehberg. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das Krankenhaus schon bald personell bestens besetzt sein wird.

    Dr. Werner Harlfinger wird mit Dr. Christian Albring (Bundesverband der Frauenärzte) und Dr. Wolfgang Cremer (Bundesverband der Frauenärzte Hamburg) das Koordinationsteam für das TARGET-Projekt bilden. Die 1,6 Millionen Afar leben als Halbnomaden am Rande der Danakilwüste. Die Säuglingssterblichkeit liegt dort bei 50 Prozent.

    Sie ist eine Folge der weit verbreiteten "Pharaonische Genitalverstümmelung", der schlimmsten Form des archaischen Brauches.

      Mehr als 90 Prozent der Frauen haben diese barbarische Prozedur
durchlitten. Rüdiger Nehberg und seine Frau Annette (50) engagieren
sich mit ihrer Organisation TARGET seit 2002 im Afar-Gebiet für ein
Ende des Brauches. Ihr erster Erfolg: Die Afar stellten auf TARGETs
Initiative hin die genitale Verstümmelung unter Strafe und schrieben
dies in ihren Stammesgesetzen fest. Mit einer Fahrenden
Krankenstation gewährleistet TARGET bereits jetzt praktische
medizinische Hilfe. Bei Geburtskomplikationen sind die Möglichkeiten
der Ärzte jedoch begrenzt: Kaiserschnitte sind derzeit undenkbar. Die
Patientinnen müssen für solche Eingriffe stets in die nächste Stadt
gebracht werden. Das neue Krankenhaus, das in dem Dorf Farasdage
entsteht, soll schnelle Hilfe vor Ort garantieren. Der Komplex wird
aus eingeschossigen Gebäuden bestehen. Die Baukosten belaufen sich
auf voraussichtlich 150 000 Euro.

Weitere Infos www.target-nehberg.de Dort finden sich honorarfreie Fotos zum Download.


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