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Media Service: Dufry fordert Louis Vuitton heraus

Zürich (ots) - Dufry buhlt um das Tor zum Silicon Valley: Der Basler Reisedetailhändler hat Interesse an der Konzession für den Betrieb der Duty-Free-Läden am Flughafen San Francisco. Das zeigen die Ausschreibungsunterlagen, die der «Handelszeitung» vorliegen. Ein Unternehmenssprecher sagt, dass Dufry «generell keine laufenden Ausschreibungen» kommentiere.

Der Flughafen San Francisco ist nach Los Angeles der zweitgrösste Airport Kaliforniens, der siebtgrösste der USA und im weltweiten Vergleich auf Platz 21. Der Umsatz mit Duty-Free-Produkten und Luxuswaren summierte sich 2016 auf 107 Millionen Dollar. Das entspricht ungefähr 6 Prozent des Umsatzes, den Dufry in Nordamerika macht. Und rund 1 Prozent des Gruppenumsatzes im Jahr 2016.

Bisheriger Betreiber der elf ausgeschriebenen Stores ist die DFS Group, ein Tochterunternehmen des Pariser Luxuskonzerns LVMH. Das Unternehmen hat sich in Stellung gebracht, um seine Position in San Francisco zu verteidigen. Bei der Orientierungsveranstaltung vom April liess die Louis-Vuitton-Tochter ein halbes Dutzend Topmanager auflaufen. Dufry schickte ein ähnlich starkes Team in die Bay Area. Die Konzession läuft für 14 Jahre. Das ist relativ lang. Der Schnitt im Dufry-Portfolio liegt bei acht Jahren. Über den Zuschlag entscheidet ein fünfköpfiges Gremium, das der Bürgermeister von San Francisco eingesetzt hat. Wer das Millionenlos zieht, soll im November bekannt gegeben werden. Die Kosten der Konzession belaufen sich auf mindestens 42 Millionen Dollar pro Jahr.

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