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Media Service: Altersvorsorge: Weniger Garantie, mehr Rendite

Zürich (ots) - Die in der Altersvorsorge tätigen Lebensversicherer setzen zunehmend auf Modelle, bei denen sie nicht mehr für das eingezahlte Kapital garantieren. Das Geld wird dabei in teilautonomen Stiftungen angelegt, die im Krisenfall von den Versicherten saniert werden müssen. Die grossen Vollversicherer sowie die in diesem Geschäft ebenfalls tätigen Anbieter Zurich und Mobiliar verwalten auf diese Weise bereits mehr als 20 Milliarden Franken Vorsorgekapital, wie die «Handelszeitung» berichtet. Für die Versicherer heisst das: Gleich hohe Einnahmen bei deutlich tieferem Kapitaleinsatz.

In der klassischen Vollversicherung mit ihrem garantierten Mindestzins dagegen treten die Versicherer auf die Bremse, wie eine Auswertung der Geschäftsberichte aus den Jahren 2013 bis 2016 zeigt: Insgesamt sanken die Prämieneinnahmen im vergangenen Jahr um rund 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, nachdem sie in den Jahren zuvor noch angestiegen waren. Besonders stark geschrumpft sind die Prämieneinnahmen von Allianz und Swiss Life.

Noch beteuern die Anbieter, nicht aus der garantierten Vollversicherung aussteigen zu wollen. Die Zurich ist diesen Schritt vor Jahren bereits gegangen und bietet heute keine garantierten Pensionskassenlösungen mehr an. Martin Eling, Professor der Universität St. Gallen, warnt: Würden von den verbleibenden Vollversicherern weitere aufhören, wäre das schlecht. «Dann gäbe es plötzlich zu wenige Anbieter für einen wirksamen Wettbewerb.»

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