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Media Service: Brexit: Swissquote verschärft Kreditkonditionen

Zürich (ots) - Banken und Tradingplattformen wie Swissquote bereiten sich auf einen möglichen Brexit vor: Den Austritt Grossbritanniens aus der EU. Mit Blick auf die Abstimmung vom 23. Juni haben sie ihre Kreditkonditionen für Geschäfte mit dem Pfund verschärft. Das geht aus Kundenbriefen der Banken hervor. Die Institute wollen möglichen Verlusten durch Kursschwankungen vorbeugen.

Swissquote erhöht auf den 17. Juni den minimalen Eigenkapitalanteil für kreditfinanzierte Devisengeschäfte von 1 auf 5 Prozent. Mit 50'000 Franken eigenen Mitteln stellt sie also nur noch eine Million für Spekulationen zur Verfügung statt 5 Millionen. Saxo Bank erhöht diese sogenannte Marge von 2 auf 7 Prozent. Und die IG Bank hat Margenerhöhungen angekündigt, spezifiziert diese jedoch noch nicht. Alle drei Banken haben Niederlassungen oder - wie Swissquote - den Sitz in der Schweiz und bestätigen gegenüber der «Handelszeitung» die Anpassungen der Konditionen.

Als vor eineinhalb Jahren die Franken-Untergrenze fiel, wurden die Devisenhändler vom Kurssprung überrascht. Der Einbruch des Euro von 1,20 auf kurzzeitig weit unter einen Franken verursachte bei vielen Kunden Verluste. Die Banken mussten einen Teil der Kredite abschreiben. Swissquote-Chef Marc Bürki sagt, man sei noch immer in Verhandlungen mit Kunden. Vor einem Jahr bildete die Bank Rückstellungen von 20 Millionen Franken. Vermutlich werde man etwa die Hälfte davon benötigen, sagt Bürki.

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