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Media Service: Bundesrat Maurer will Image der Banken polieren

Zürich (ots) - Bundesrat und Bankbranche planen eine Charmeoffensive für den Schweizer Finanzplatz im Ausland. Treibende Kraft ist Finanzminister Ueli Maurer, der die internationale Imagepolitur zur Chefsache erklärt hat. «Wir verfolgen das Ziel einer stärkeren Förderung des Finanzplatzes im Ausland», sagt Beat Werder vom Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF). Die Schweiz habe in den letzten Jahren grosse Anstrengungen unternommen, um die internationalen Standards in der Geldwäschereibekämpfung und der Steuerkonformität zu erfüllen. «Wir möchten das in Zukunft vermehrt im Ausland thematisieren.»

Wie Maurer konkret die regulatorischen Meriten im Ausland nun besser vermarkten will, soll im Herbst feststehen, wenn der Bundesrat die neue Finanzmarktstrategie präsentiert.

Vorgesehen ist beispielsweise, dass die Auftritte von Finanzminister Maurer im Ausland als Plattform für die Banken dienen sollen, um die Standortvorteile des eigenen Finanzplatzes zu bewerben. Zugleich bereitet die Schweizerische Bankiervereinigung SBVg ein Programm vor. «Wir entwickeln zurzeit verschiedene Konzepte, wie wir den Finanzplatz im Ausland vermarkten wollen», sagt (SBVg)-Sprecher Thomas Sutter. Die Vereinigung hat Deloitte damit beauftragt, ihre Mitglieder zu befragen, welche Bedürfnisse im Ausland bestehen. Derweil hat (SBVg) erste Gespräche mit der Standortpromotorin des Bundes, Switzerland Global Enterprise, aufgenommen.

An der Finanzplatz-Kampagne soll auch Präsenz Schweiz, die Imageagentur des Bundes, beteiligt werden. Es gelte, «die Botschaft eines wettbewerbsfähigen, attraktiven und gleichzeitig transparenten Finanzplatzes» in die Welt hinauszutragen, sagt Chef Nicolas Bideau. Die Botschaft soll in die neue «Strategie Landeskommunikation 2016-2020» einfliessen.

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