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Media Service: Finanzprofessor Chesney plädiert für Grundeinkommen

Zürich (ots) - Der renommierte Finanzprofessor Marc Chesney von der Universität Zürich hat sich für ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen. «Ein Grundeinkommen wäre nützlich», sagte er im Interview mit der «Handelszeitung». Deshalb werde er für die Initiative stimmen. Dennoch sei er kein bedingungsloser Befürworter der Idee. «Ich halte ein Grundeinkommen in der Schweiz zwar für umsetzbar für Schweizer Bürger und Bürger mit C-Ausweis», sagte er. «Ohne die richtige Finanzierung ist das Projekt aber schwach.»

Die circa 200 Milliarden Franken für das bedingungslose Grundeinkommen über die Mehrwertsteuer einzutreiben, findet Chesney falsch. Überzeugender sei die Idee einer Mikro-Steuer. Diese würde auf alle elektronischen Transaktionen in der Schweiz erhoben. «In der Schweiz werden pro Jahr elektronische Bezahlungen im Wert von circa 100'000'000'000'000 Franken getätigt», so Chesney. «Wenn der Staat von dieser riesigen Summe 0,2 Prozent besteuern würde, hätte er bereits 200 Milliarden Franken eingenommen.»

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