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Media Service: Ausfall in AKW Beznau wird teuer: 150 Millionen Franken für 2015

Zürich (ots) - Der Stillstand im Atomkraftwerk Beznau wird für Axpo teurer als bisher erwartet. Dem staatlichen Stromkonzern seien im vergangenen Jahr rund 150 Millionen Franken entgangen, weil die beiden Blöcke des Aargauer Kraftwerks nur rund 40 Prozent ihrer normalen Produktion erbrachten, schreibt die «Handelszeitung» und bezieht sich dabei auf eigene Berechnungen.

Fehlenden Strom muss Axpo zu Marktpreisen an der Börse beschaffen. Block 1 von Beznau steht nunmehr seit einem Jahr still - und der Unterbruch wird immer länger, weil sich Untersuchungen am Reaktor in die Länge ziehen. Vor kurzem sagte Axpo-Chef Andrew Walo in einem Interview, es könne Herbst werden, bis Beznau 1 wieder ans Netz gehen werde. Bei ähnlichen Strompreisen wie im vergangenen Jahr würde das bedeuten, dass sich die Ausfallkosten von Axpo auf mehr als eine Viertelmilliarde Franken aufhäufen könnten.

Grund für den Stillstand ist ein bis heute nicht klar definierter Schaden im Stahl des Reaktor-Druckbehälters von Beznau 1, der im Juli 2015 bekannt geworden ist. Messungen haben rund 1000 Flecken angezeigt, bei denen nicht klar ist, um was für Material es sich handelt. Im besseren Fall sind es metallene Einschlüsse, im schlechteren Fall solche aus Wasserstoff. Ungeklärt ist auch, ob die Schäden schon bei der Herstellung entstanden sind oder erst im Verlauf der Nutzung des Kraftwerks.

Das AKW Beznau gehe gemäss heutigen Erkenntnissen immer noch davon aus, dass die Unregelmässigkeiten herstellungs- und nicht betriebsbedingt seien, sagt Axpo-Sprecher Antonio Sommavilla. Man sei überzeugt, den Sicherheitsnachweis erbringen und Beznau 1 wieder in Betrieb nehmen zu können.

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