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Media Service: Hans-Werner Sinn: Kritik an deutscher Asylpolitik

Zürich (ots) - Der bekannte deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn fordert ein Umdenken in der deutschen Asylpolitik. Sinn: «Mit Blick auf Dublin-Abkommen und Genfer Flüchtlingskonvention sind wir weit übers Ziel geschossen. Gemäss Verträgen ist bei einer Flucht jeweils der erste sichere Aufenthaltsstaat zuständig.» Entsprechend sei für syrische Migranten die Türkei zuständig - «nicht Griechenland und nicht die EU». Es stehe im deutschen Asylverfahrensrecht ausdrücklich: «Eine Behörde kann nicht ein Asylverfahren eröffnen bei jemandem, der über ein sicheres Drittland eingereist ist.»

Ökonom Sinn stellt auch den Mindestlohn in Deutschland zur Debatte. Für Flüchtlinge fordert er einen tieferen Mindestlohn als die geltenden 8 Euro 50, sonst könne man die Leute nicht integrieren. «Mit dem Mindestlohn hat man massiv in den Arbeitsmarkt eingegriffen und so verhindert, dass es für die Geringqualifizierten neue Stellen gibt.»

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