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Media Service: Ottmar Hitzfeld fordert mehr Transparenz bei der Fifa

Zürich (ots) - Der ehemalige Spitzentrainer Ottmar Hitzfeld fordert die Fifa auf, interne Reformen "schneller und beherzter" anzugehen. Dies gelte, sagt der international gefragte Fussballexperte im "Handelszeitung"-Interview, speziell beim Thema Transparenz. "Da muss die Fifa mehr zulegen." Er hoffe, dass Präsident Blatter in den verbleibenden Monaten die dafür notwendigen Schritte einleitet. Insbesondere müsse der Untersuchungsbericht von Michael Garcia über die Vergabe der Weltmeisterschaften in Russland und Katar möglichst schnell publiziert werden. "Leider ist dies noch immer nicht geschehen." Auch das Finanzkontrolling im Fifa-Verbund sollte dringend verstärkt werden. Verdachtsmomente seien "rasch und rigoros" aufzuklären.

Stossend findet der ehemalige Trainer der Schweizer Nationalmannschaft auch, dass kleine Fussballländer am Fifa-Kongress gleichviel Stimmkraft hätten die grossen Fussballnationen Brasilien oder Deutschland. Dies zu ändern sei aber bei einer notwendigen Dreiviertelmehrheit kaum möglich. "Hier hat sich die Fifa selber ein Ei gelegt." Als Nachfolger von Fifa-Präsident Blatter bringt Hitzfeld Bayern-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer ins Spiel. Ihm traue er den Job zu. Als er das Präsidium des FC Bayern München übernahm, habe er den Club mit Erfolg reorganisiert und neu ausgerichtet.

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