Handelszeitung

Media Service: Rabatt-Schlacht bremst Einkaufstourismus

Zürich (ots) - Der Schweizer Finanzinfrastrukturanbieter SIX sieht keine markante Zunahme des Einkaufstourismus wegen der Aufgabe des Euro-Franken-Mindestkurses im Januar. "Wir stellen keine grosse Welle beziehungsweise keine grosse Zunahme der aktiven Schweizer Einkaufstouristen fest", sagt Niklaus Santschi, Chef der SIX-Zahlungssparte in der "Handelszeitung". Santschi belegt dies mit der Anzahl Bezahl-Transaktionen auf SIX-Kassenterminals: "In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben wir auf unseren Systemen 104 Millionen Zahl-Transaktionen in der Schweiz verzeichnet. Im gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es rund 95 Millionen Bezahlvorgänge. Es gab also dieses Jahr sogar mehr Transaktionen."

Der Grund dürfte in der raschen Reaktion der Händler auf den Franken-Schock liegen. Sie haben anders als noch 2011 beim ersten Erstarken des Frankens dieses Mal umgehend die Preise gesenkt. Auch das zeigt sich in den Daten von SIX. "Die Warenkörbe sind in der Schweiz im Schnitt um 10 Franken, im Falle von ausländischen Gästen um 15 Franken kleiner geworden sind", so Santschi. Die grössten Rabatte würden Uhren- und Schmuckhändler, Kleiderhändler, Möbelgeschäfte und Elektronikgeschäfte gewähren.

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