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Media Service: Privatbanken: Verbandspräsident prophezeit Ende der kleinen Vollbanken

Zürich (ots) - Privatbanken-Verbandspräsident Christoph B. Gloor rechnet mit einem Ende der kleinen Universalbanken in der Schweiz. "Die Zeit der kleinen Universalbanken ist abgelaufen", sagt er in der aktuellen Ausgabe der Handelszeitung. Galten früher 10 Milliarden Franken verwaltete Vermögen als "Schallgrenze" für eine Privatbank, seien es heute 15 Milliarden Franken, so Gloor.

Gloor hat ereignisreiche Tage hinter sich. Der Mitinhaber der Bank La Roche gibt das älteste Basler Geldhaus in die Hände der Raiffeisen-Tochter Notenstein. Für Gloor, der auch als Präsident des Verbandes Vereinigung Schweizerischer Privatbanken amtet, ist der Verkauf ein Schritt der Vernunft. Die Bank La Roche hatte zuletzt 6,5 Milliarden Franken an Kundengeldern verwaltet.

Nach Einschätzung von Fachleuten steigt nun der Verkaufsdruck bei kleineren Privatbanken. «Gerade die Auslandsbanken haben sich noch nicht in ausreichendem Masse konsolidiert», sagt Berater Robert Hemmi von TCP The Consulting Partnership. Zwar sei ein Grossteil bereit für einen Deal, aber die Käufer wollten sich keine unregulierten Altlasten aufbürden.

Den Trend zur Konsolidierung bestätigt auch Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. Der "Handelszeitung" sagte er: «Auf meinem Tisch landen zahlreiche Anfragen.» Das Angebot sei gross, doch die Zahl der Interessenten klein.

Entsprechend zäh läuft die Brautschau von verkaufswilligen Auslandsbanken wie Coutts oder der Royal Bank of Canada, deren Dossiers in der Branche kursieren.

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