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Media Service: Dividenden: Firmenchefs sind die grossen Gewinner

Zürich (ots) - Die Dividendenzahlungen sind für Schweizer Firmenchefs ein immer wichtiger werdender Lohnbestandteil. Das zeigt eine Untersuchung der "Handelszeitung" aufgrund der jüngsten Geschäftsberichte für das Jahr 2014. So machen beispielsweise bei Novartis-Chef Joe Jimenez die Dividendeneinkünfte bereits einen Anteil von 14 Prozent an der Gesamtvergütung aus. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei 9 Prozent gelegen. Bei UBS-Chef Sergio Ermotti wird sich der Zustupf aus den Dividenden gar verdreifachen, nachdem der Verwaltungsrat der Grossbank eine Erhöhung der Ausschüttung von 25 auf 75 Rappen vorgeschlagen hat.

Auch andere Schweizer Top-Firmen haben ihre Dividenden bereits deutlich angehoben oder planen zumindest einen solchen Schritt. Der Agrarchemiekonzern Syngenta steigert die Ausschüttung um 10 Prozent, der Pharmariese Novartis und der Duftstoffhersteller Givaudan um jeweils 6 Prozent. Gemäss Schätzungen der «Handelszeitung» wird die Gesamtausschüttung an der Schweizer Börse 2015 erneut rekordhoch ausfallen. Gegenüber dem Vorjahr schütten die 20 grössten Konzerne voraussichtlich 36 Milliarden Franken ihres Gewinns an die Aktionäre aus - über vier Prozent mehr als 2014. Der grösste Teil dieser Gelder fliesst ins Ausland. Rund zwei Drittel der Schweizer Aktien werden von institutionellen Anlegern aus den USA, Europa, Asien und Arabien gehalten. Grösster Einzelaktionär in der Schweiz ist der amerikanische Vermögensverwalter Blackrock, der alleine bei den 20 SMI-Konzernen mit über 35 Milliarden Franken beteiligt ist.

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