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Media Service: Fifa Gutachter: Kein Widerruf von Russland und Katar

Zürich (ots) - Zwei internationale Rechtsexperten haben im Auftrag des Fifa-Audit-Komitees den Untersuchungsbericht von Michael Garcia auf seine juristische Sprengkraft überprüft. Dabei geht es um die Vergabe der Fussball-WM an Katar und Russland. Beide Gutachter - Martin Nolte, Sportrechtsprofessor an der Sporthochschule Köln sowie Anton Heini, emeritierter Professor für Zivilrecht der Universität Zürich - geben Entwarnung. Fazit: «Die Mitglieder des Fifa-Exekutivkomitees müssen die Beschlüsse vom 2. Dezember 2010 nicht widerrufen.» Damals war die Vergabe an Russland und Katar beschlossen worden.

Weiter warnen die unabhängigen Gutachter davor, dass die Fifa-Chefs beim Widerruf einer Vergabe ihre Sorgfaltspflicht verletzen würden. Dies «kann eine Haftung aus unerlaubter Handlung auslösen» (Anton Heini). Auf Deutsch: Es drohten Klagen, inklusive Forderungen auf Schadenersatz. Fifa-Chef Sepp Blatter hat den zurückgetretenen Chefermittler Michael Garcia ersetzt: Neuer Fifa-Chefermittler wird Garcia-Stellvertreter Cornel Borbély, ehemaliger Zürcher Staatsanwalt und nun Anwalt bei der Zürcher Kanzlei Delnon und Rüdy.

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