Handelszeitung

Media Service: Airbnb baut seinen Einfluss in der Schweiz stark aus

Zürich (ots) - Die kalifornische Unterkunftsvermittlung Airbnb ist stärker präsent in der Schweiz als bisher vermutet. Dies berichtet die "Handelszeitung". Den wachsenden Einfluss von Airbnb zeigt eine Studie des Walliser Tourismus Observatoriums. Erstmals wurde die Marktpräsenz von Airbnb in allen Kantonen erhoben. Dabei wurden die Angebote von Airbnb mit der Hotelbettenzahl in den jeweiligen Kantonen verglichen.

Spitzenreiter mit einem Satz von 21 Prozent ist der Kanton Basel-Stadt. Ebenfalls stark zeigen sich die städtisch geprägtenKantone wie Genf (16 Prozent) und Zürich (12 Prozent). Der Landesdurchschnitt beträgt 8 Prozent.

Erstaunlich bei der Untersuchung ist: Auch ein klassischer Tourismus-Kanton wie Wallis bringt es mit 14 Prozent auf eine hohe Airbnb-Dichte. Mit 3935 Airbnb-Betten ist das Wallis zahlenmässig sogar der stärkste Airbnb-Kanton, vor Zürich (2909), Genf (2364) und Waadt (2336). Professor und Studien-Mitverfasser Roland Schegg kommentiert in der «Handelszeitung»: «Uns überraschte, wie stark Airbnb in Bergregionen, also in den klassischen Tourismusgebieten der Schweiz, schon verankert ist. Bisher ist man eher von einem urban geprägten Phänomen ausgegangen.»

Galt Airbnb bisher oftmals als günstige Hotel-Alternative, so zeigt sich auch hier Neues: Gerade in den Bergkantonen werden über Airbnb Chalets weit über 2000 Franken pro Nacht angeboten.

Viele Hotels üben Kritik an Airbnb, weil sich der Privatvermieter bisher noch kaum an strenge Behördenauflagen halte, die sonst für Hotels gelten. Thomas Allemann von der Hotelleriesuisse-Geschäftsleitung sagt zur «Handelszeitung»: «Airbnb ist kein kleines Startup von drei Verrückten, sondern ein 10-Milliarden-Unternehmen, das Interesse an Legalität haben muss.»

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