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Media Service: Winter-Tourismus: Ischgl will Schweizer Gäste um 10 Prozent steigern

Zürich (ots) - Zum Winterstart gibt sich der österreichische Nachbar selbstbewusst: «Für kommende Saison rechnen wir erneut mit einem 10-prozentigen Anstieg der Schweizer Gäste" sagt Andreas Steibl, Geschäftsführer des Tiroler Tourismusverbandes Paznaun-Ischgl, zur «Handelszeitung». Ischgl ist mit Sölden und Saalbach einer der österreichischen Top-3-Wintersportorte, die Jahr für Jahr stärker bei Schweizer Touristen punkten.

Kritisch gibt sich Steibl zur Schweizer Strategie, stark vergünstigte Skipässe zu Hotelnächten abzugeben: «Was die Schweizer da tun, ist imageschädigend. Mit solchem Dumping schadet man sich nur selber - und kreiert die Gefahr, dass andere nachziehen müssen.» Lob gibt es aus Österreich für die Schweizer Strategie, Zukunftsmärkte wie China und Indien zu bearbeiten. Steibl: «Tatsächlich sind uns die Schweizer hier eine Nasenlänge voraus. Internationale Trends hat man in der Schweiz meistens früher erkannt als bei uns.» Sorgen macht Ischgl die Rubel-Schwäche. Gleich hinter den Schweizern bildet Russland den viertwichtigsten Quellmarkt für den Tiroler Ort. Das 20- bis 25-prozentige Minus der Russen könnten Schweizer ausgleichen, sagt Steibl, «wenn es gelingt, die Schweizer auch in der Zeit des russischen Neujahrs im Januar nach Ischgl zu holen. Anreize will man im russischen Markt durch Anreise-Verbesserungen schaffen: «Angedacht ist bei einigen Hoteliers, dass man russischen Gästen kostenlose Transfers ab den Flughäfen Innsbruck, München und Zürich bieten könnte.»

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