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Media Service: Swissness-Regeln gefährden Schweizer Biermarken

Zürich (ots) - Schweizer Bier besteht zu über 90 Prozent aus Schweizer Wasser. Trotzdem müssen hiesige Brauereien befürchten, dass sie ihren Gerstensaft bald nicht mehr als Schweizer Produkt verkaufen können. Denn der Bundesrat will Trinkwasser nicht als Schweizer Rohstoff zur Swissness-Berechnung zulassen, sondern bloss Quell- und Mineralwasser. Von der Regelung betroffen wären unzählige kleinere und mittelgrosse Bierproduzenten, die ihr Wasser vom öffentlichen Netz beziehen, darunter etwa die Einsiedler Brauerei Rosengarten oder das Berner Oberländer Rugenbräu. Für Bauernverband und Konsumentenschutz geht die geplante Umsetzung der Swissness-Vorlage indes immer noch zu wenig weit: Sie fordern, dass auch Quellwasser nicht als Schweizer Rohstoff angerechnet werden darf. Sonst bestehe die Gefahr, dass die Getränkeindustrie mit Wasser Missbrauch betreiben könnte. Dringen sie mit ihrer Forderung durch, gibt es bald kein Schweizer Bier mehr. Brauereien, welche die Swissness-Vorgaben nicht erfüllen, ist nicht nur die Verwendung der Marke «Schweiz» untersagt. Auch dürften diese nicht länger ihre Verankerung zur Region vermarkten. Biermarken wie «Bärner Müntschi», «Monsteiner Mungga», «Einsiedler Bier» und «Aare Bier» wären damit laut Markenspezialisten nicht mehr erlaubt.

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