Handelszeitung

Media Service: Roche forciert Geschäft in Afrika

Zürich (ots) - Der Basler Pharmamulti Roche arbeitet an einer Strategie, sein Geschäft in der Subsahara-Region Afrikas voranzutreiben. Dies berichtet die "Handelszeitung". Diese Woche diskutierte die Roche-Konzernleitung nicht nur die aktuellen Quartalszahlen, sondern auch einen Evaluationsbericht zum Geschäft in Afrika.

In Äthiopien etwa hat sich jüngst ein Roche-Manager mit der Regierung getroffen. Die Firma beabsichtigt dort beim Aufbau des Gesundheitssystems zu helfen, um bald ihre Krebsmedikamente zu verkaufen. Das Zeitfenster ist günstig, denn die äthiopische Regierung will eine allgemeine Krankenkasse einführen.

Auch weitere Länder im südlichen Afrika stehen im Fokus des Pharmariesen: Gabun, Angola oder Ruanda seien schon weit mit ihren Gesundheitssystemen, hält ein Roche-Papier fest, das der «Handelszeitung» vorliegt. Auch an der Elfenbeinküste laufen Gespräche mit der Regierung, um in einem Projekt den Zugang zu Medikamenten für Patientinnen mit Brust- und Gebärmutterhalskrebs zu verbessern.

Neben Regierungen sind auch private Anbieter lukrative Partner für Roche. In Kenia gibt es bereits einige Privatkliniken ausländischer Ketten, die auf dem höchsten Standard sind. Roche ist nun dabei, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Private für ihren Ausbau ins Boot zu holen: «Zu einzelnen Vertragsabschlüssen könnte es bereits in den nächsten Monaten kommen», sagt die Roche-Medienstelle gegenüber der "Handelszeitung".

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