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Media Service: Ökonomieprofessor Brunetti warnt vor dem Ende der Bilateralen Verträge

Zürich (ots) - Aymo Brunetti, Ökonomieprofessor und Leiter der Finanzplatz-Expertengruppe des Bundes, warnt vor einem Ende der bilateralen Verträge mit der EU. Gemäss "Handelszeitung" befürchtet er in diesem Fall einen Wohlstandsrückgang. Brunetti: "Es ist sehr optimistisch, wenn man glaubt, das hohe Niveau an Wachstum, an Produktivität, an Beschäftigung würde ohne Bilaterale längerfristig Bestand haben." Gleichzeitig warnt er vor einer Wiedereinführung des Kontingentsystems, wie es die angenommene Masseneinwanderungsinitiative vorsieht: "Das System hat sich als hoch ineffizient und politisiert erwiesen."

Sorge bereitet dem ehemaligen Seco-Chefökonom die anhaltend expansive Geldpolitik der Notenbanken. Brunetti: "Wenn uns der Ausstieg aus der Liquidität nicht gelingt, könnte es letztlich eine länger anhaltende Krise als in den 1930er Jahren werden." Allerdings sieht er den Zeitpunkt für einen Ausstieg aus der Liquidität für die Schweizerische Nationalbank noch längst nicht gekommen. "Solange es in der Euro-Zone noch so viele Risiken und Unklarheiten gibt, kann die Nationalbank nicht aussteigen." Der Leiter der Finanzplatz-Expertengruppe ist für die Zukunft der Schweizer Banken zuversichtlich: "Ich sehe nicht ein, weshalb die Schweizer Banken in einem wachsenden Markt nicht wachsen sollten."

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