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Media Service: Konjunkturforscher Sturm: "Es läuft nicht bestens, aber besser"

Zürich (ots) - Die Ukraine-Krise und die Unruhen im Nahen Osten schlagen sich negativ auf die Weltwirtschaft nieder und damit auch auf die Schweizer Wirtschaft, stellt der Konjunkturforscher Jan-Egbert Sturm im Interview mit der "Handelszeitung" fest. "Aber ich denke, wir kommen jetzt wieder in eine Erholungsphase", sagt Sturm: "Es läuft nicht bestens, aber besser." Die politischen Aspekte träten wieder etwas in den Hintergrund, das mache es auch wieder etwas einfacher für die Prognostiker. Allerdings gelte diese Aussage "nicht unbedingt für die Schweiz". Die KOF hat wegen der zunehmenden politischen Unsicherheit als Folge der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative und der Unternehmenssteuerreform ihre Wachstumsprognose leicht gesenkt, auf 1,8 Prozent für das laufende Jahr und auf 2 Prozent für 2015. Trotz bescheidener Produktivitätsentwicklung sieht Sturm die Aussichten der Schweizer Wirtschaft aber positiv. "Die Kraft der Schweizer Wirtschaft ist ihre Flexibilität. Sie bewahrt uns davor, uns zu lange auf bestimmte Bereiche festnageln zu lassen", sagt Sturm. Der starke Franken sollte der Exportwirtschaft keine grossen Probleme mehr verursachen. Der Frankenkurs sei nicht mehr weit von dem Kurs entfernt, den man als fundamental oder fair bezeichne. Es werde damit "immer unwahrscheinlicher, dass sich der Franken wieder abwertet".

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