Handelszeitung

Media Service: Zementkartell: Holcim verliert Klage gegen EU-Kommission

Zürich (ots) - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat eine Klage des Zementkonzerns Holcim gegen die Europäische Kommission abgewiesen, wie die "Handelszeitung" in ihrer neusten Ausgabe schreibt. Die Klage des Zementkonzerns sollte erreichen, dass Holcim im Rahmen eines Kartellverfahrens gewisse interne Informationen gegenüber der EU-Kommission nicht offenlegen muss. Das Schweizer Unternehmen führte dazu eine Reihe von Verfahrensgründen an. Unter anderem zweifelte es Verhältnismässigkeit und Zuständigkeit der EU-Kommission an. Mit dem EuGH-Entscheid wird Holcim nun verpflichtet, der Kommission «alle erforderlichen Auskünfte» zu erteilen. Sollte Holcim nicht rasch und umfassend informieren, kann die EU-Kommission eine Busse verhängen. Diese kann bis zu 1 Prozent des Jahresumsatzes betragen. Dies wären knapp 200 Millionen Franken. Holcim will sich auf Anfrage zum laufenden Verfahren nicht äussern. Der Zementkonzern hat 2013 Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in der Höhe von 71 Millionen Franken gebildet. Die EU-Kommission eröffnete 2010 ein Kartellverfahren gegen Holcim und sieben weitere Baustoffkonzerne. Die Unternehmen sollen Preise und Märkte abgesprochen haben. Die EU-Kommission liess vor dem Verfahren die Holcim-Büros in Belgien, Frankreich, Grossbritannien und Deutschland durchsuchen.

Kontakt:

Mehr Information erhalten Sie unter der Telefonnummer 043 444 57 77.



Weitere Meldungen: Handelszeitung

Das könnte Sie auch interessieren: