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Media Service: Kunstbilder im Dolder: Bundesgericht muss entscheiden

Zürich (ots) - Im Fall um mutmasslich unversteuerte Kunst im Hotel Dolder hat die Zürcher Galerie Gmurzynska das Bundesgericht angerufen. Das zeigen Recherchen der "Handelszeitung". Die Galerie wehrt sich beim obersten Gericht gegen die Fahnder der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV), die am 16. und 23. April 2013 bei Razzien in Geschäftsräumen und Lagern der Galerie zahlreiche Unterlagen und Daten sichergestellt hatten.

Das Bundesgericht muss nun darüber entscheiden, ob und welche Unterlagen die EZV für ihre weiteren Ermittlungen verwerten darf. Erstinstanzlich hatte das Bundesstrafgericht der EZV grünes Licht zur Durchsicht der Daten gegeben. Unter den sichergestellten Unterlagen befinden sich Dokumente betreffend Transporte, Lieferscheine, Verkäufe, Kundendaten, Leihgaben, Rechnungen von Spediteuren, Vertragsentwürfe, Steuerunterlagen, Versicherungszertifikate sowie interne Hilfsdokumente. Dies geht aus Gerichtsunterlagen hervor.

Wie die "SonntagsZeitung" publik machte, verdächtigt die EZV den Milliardär und Dolder-Besitzer Urs E. Schwarzenbach, Kunst im Wert von 75 Millionen Franken in die Schweiz importiert zu haben, ohne die Einfuhrsteuer zu entrichten. Dabei soll die Galerie Gmurzynska als Importeurin aufgetreten sein. Die Verantwortlichen der Galerie Gmurzynska waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ihre Anwälte haben auf Anfrage nicht reagiert. Ein Sprecher von Schwarzenbach sagt: "Wir sind überzeugt, stets korrekt gehandelt zu haben."

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Mehr Information erhalten Sie unter der Telefonnummer 043 444 57 77.



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