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Media Service: CS-Konzern gründet neue Schweizer Bank

Zürich (ots) - CS-Präsident Urs Rohner und Konzernchef Brady Dougan stehen vor einem grossen Wurf. Die Credit Suisse lanciert eine neue, rechtlich eigenständige Bank namens CS Schweiz AG mit Sitz in Zürich, wie «Handelszeitung»-Recherchen zeigen. Hintergrund ist die weltweite Regulierung rund um «too big to fail». Alle grossen Finanzplätze fordern von den globalen Banken eine Struktur mit genügend Eigenkapital und der Möglichkeit, nicht überlebenswichtige Teile untergehen zu lassen. Die CS geht gemäss «Handelszeitung» denselben Weg wie die UBS, die vor ein paar Wochen entsprechende Pläne ankündigte. Doch die CS ist weiter in der Realisierung als ihre Konkurrentin UBS. Das Duo Rohner/Dougan hat offenbar einen fertigen Plan, den sie in den nächsten zwei Jahren in die Tat umsetzen will. Neben der neuen CS Schweiz gibt es bereits existierende eigenständige Banken in London und in New York, die alle an der CS Group Holding hängen. In den beiden angelsächsischen Einheiten wird das heutige Investmentbanking konzentriert. Laut einem Insider soll die CS genug Eigenkapital haben, um die drei Töchter solide zu finanzieren. Der im Geheimen in den letzten Monaten vorangetriebene Plan soll offenbar in diesen Tagen präsentiert werden. Ein Sprecher der CS wollte sich nicht zum Vorhaben äussern und verwies auf frühere Statements, wonach die Bank bei "too big to fail" (TBTF) vorwärts machen wolle. Ziel der weltweit verschärften Vorschriften ist es, dass nie mehr die Steuerzahler geradestehen müssen für eine Grossbank, die aufgrund ihrer Bedeutung nicht fallengelassen werden kann. Bestandteil der TBTF-Regulierung ist die Struktur global operierender Finanzunternehmen. Diese soll so angepasst werden, dass in einer nächsten Krise nur die systemrelevanten Teile geschützt bleiben.

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