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Media Service: Sonja Kohn: Freispruch im Madoff-Betrug

Zürich (ots) - Die Wahlschweizerin Sonja Kohn ist gemäss «Handelszeitung» eben vom britischen Handelsgericht freigesprochen worden. Das Gericht verneinte, dass die bekannte Geschäftsfrau Komplizin des Jahrhundertbetrügers Bernard Madoff gewesen sei. «Die Gerechtigkeit hat gesiegt», sagt Kohn nach dem Freispruch. Die Investmentbankerin, die heute in Zürich lebt, galt als bedeutendste Geschäftspartnerin von Madoff in Europa. Sie führte 20 Jahre lang institutionelle Anleger bei Madoff ein. Nun wurde sie von jeder Schuld freigesprochen. Gemäss Gericht ist auch Kohn von Madoff betrogen worden. Ihre Familie velor gegen 12 Millionen Dollar. Neben Kohn erlitten viele Schweizer Investoren und Privatbanken Millionenverluste. Die Folge waren diverse Gerichtsverfahren.

Die Richter in London kritisierten den klagenden Madoff-Konkursverwalter Irving Picard scharf. Sie sprachen von «unhaltbaren Vorwürfen» und einer «öffentlichen Erniedrigung». Bernard Madoff ging als «erster globaler Betrugsfall» in die Geschichte ein: Er betrog weltweit 4800 wohlhabende Kunden um gegen 20 Milliarden Dollar. 2008 flog er auf, 2009 wurde er zu einer Gefängnisstrafe von 150 Jahren verurteilt. Der New Yorker Vermögensverwalter betrieb 20 Jahre lang ein Schneeball-System: Das Geld der Investoren legte er nicht an, sondern zweigte es für sich ab. Konkursverwalter Picard ist damit beauftragt, allfällige Vermögenswerte für die Geschädigten zu finden. Er hat bislang 9,5 Milliarden Dollar sichergestellt. Seine Kanzlei ist Profiteur der Affäre: Sie verdiente am Madoff-Fall bisher 823,6 Millionen Dollar an Anwaltsgebühren. Bei seiner Suche nach Madoff-Millionen klagte er in London gegen Sonja Kohn - und scheiterte kläglich.

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