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Media Service: 1:12-Initiative - Bucher-Chef Philip Mosimann kritisiert Panikmache der Linken

Zürich (ots) - Philip Mosimann, Chef des Schweizer Maschinenbauers Bucher Industries, greift im Interview mit der «Handelszeitung» Gewerkschaften und die 1:12-Initiative frontal an. So müssen für einen fairen Mindestlohn die Kosten und die Wertschöpfung in einem Unternehmen übereinstimmen, sonst wird «ausgelagert, geschlossen oder wegrationalisiert». Gewerkschaften seien wie eine chinesische Mauer: «Ihre Denkbereitschaft hört an der Grenze auf.» Die 1:12-Initiative provoziert Szenarien, welche sich auf den Standort Schweizer gravierend auswirken können. Das Kaderpersonal internationaler Unternehmen könnte nämlich sehr rasch im Ausland angestellt werden. Mosimann folgert daraus: «Die Schweiz verliert meine Steuern und Beiträge an die Sozialversicherungen wie die AHV». Von der Initiative betroffen wären Mosimann selbst sowie vier weitere Mitglieder der Konzernleitung in der Schweiz. Die Schweiz sieht er als Erfolgsmodell in Europa. Mosimann führt dies unter anderem auf Eigenverantwortung und leistungsbezogene Löhne zurück. Der Graben zwischen Werk- und Finanzplatz werde «von linker Seite massiv herbeigeredet» und sei lediglich Resultat der «exzessiven Vergütungen» in der Vergangenheit. Dabei seien Werk- und Finanzplatz Zwillinge und der Finanzplatz ein Nettoeinzahler ins Sozialsystem. «Wer den Finanzplatz zerstört, zerstört auch den Werkplatz.»

Bucher baut in Osteuropa und Asien aus

Mosimann will den Bereich Landmaschinen in Osteuropa und Asien ausbauen. «Die nächsten Märkte sind primär Russland und die Ukraine sowie Indien und China.» Für Bucher ist Mosimann 2013 zuversichtlich. «In Spanien gibt es erstmals wieder grössere Ausschreibungen. Frankreich läuft im Landmaschinensektor sehr gut, sogar besser als Deutschland. Im Zulieferbereich laufen Landmaschinen gut und Baumaschinen schlecht. Im Bereich Hydraulik ist Westeuropa rückläufig, dafür wächst der US-Markt zweistellig.»

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