Handelszeitung

Media Service: Fifa-Präsident Blatter darf Verträge künftig nicht mehr alleine unterzeichnen - Ärger der Fifa mit der Justiz

Zürich (ots) - Fifa-Präsident Joseph «Sepp» Blatter verliert seine Einzelzeichnungsberechtigung, berichtet die «Handelszeitung» in ihrer neuen Ausgabe. Laut einer Fifa-Sprecherin soll Blatter Verträge künftig nur noch zu zweit unterschreiben dürfen. Dies entspricht modernen Corporate-Governance-Regeln, gilt innerhalb der Fifa schon lange und ist bei Führungspersonen in der Privatwirtschaft Standard. «Die Anpassung im HR ist derzeit im Gange», sagt die Sprecherin. Obwohl die Fifa-Exekutive den entsprechenden Entscheid bereits im März gefällt hatte, fehlte diese Mutation bei den letzten HR-Änderungen der Fifa im Juni 2013. Seit dem Eintrag des Weltfussballverbandes ins Handelsregister (HR) im Jahr 1996 hatte Blatter für die Fifa eine Einzelzeichnungsberechtigung. Gleichzeitig hat die Fifa Ärger mit der Schweizer Justiz. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat zwischen März und Juli 2013 ein Strafverfahren gegen «die Fifa bzw. gegenüber den verantwortlichen Personen» eröffnet. Das steht in einer E-Mail des Seco, die der «Handelszeitung» auszugsweise vorliegt. Das Seco verdächtigt die Fifa, die früheren Sanktionen gegen den asiatischen Staat Myanmar verletzt zu haben. Genaueres will das Seco zu diesem Verwaltungsstrafverfahren nicht sagen: «Wir äussern uns nicht zu einem laufenden Strafverfahren», so Sprecherin Marie Avet. Die Fifa bestätigt das Strafverfahren, bestreitet aber, dass Vereinspräsident Blatter davon betroffen sei.

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