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Media Service: Krankenkassen: Zahl der Betreibungen nimmt zu

Zürich (ots) - Die steigenden Prämien in der Grundversicherung überfordern die Finanzkraft von immer mehr Schweizer Haushalten. Obwohl gegen 1,3 Millionen Haushalte fast 4,1 Milliarden Franken an Prämiensubventionen erhielten, kämpfen die Krankenkassen mit mehr säumigen Zahlern und Betreibungen. Das hat eine Umfrage der «Handelszeitung» bei den zehn grössten Kassen der Schweiz ergeben. Sie decken rund drei Viertel des Marktes in der Grundversicherung ab. Die befragten Kassen geben an, letztes Jahr insgesamt rund 600 000 Betreibungen über eine Summe von gut 600 Millionen Franken vorgenommen zu haben. Sie beschäftigen rund 400 Personen, die mit Mahnungen und Inkasso beschäftigt sind. Bei der schweizweit grössten Grundversicherung, der Luzerner CSS, beliefen sich die Ausstände letztes Jahr auf 4,5 Prozent der Prämiensumme. «Wir haben 2012 zirka 130 000 Betreibungen verschickt. Die Anzahl der Betreibungen nimmt tendenziell zu», sagt Sprecherin Sandra Winterberg Lang. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Swica. «Die Zunahme der Betreibungen gegenüber dem Vorjahr liegt bei zirka 3 Prozent», sagt Sprecher Tobias Nussbaum. Christian Beusch von der Visana sagt: «Die Zahlungsmoral hat sich verschlechtert. Die Zahl unserer Inkassodossiers hat sich von 74 000 im November 2010 auf 95 000 im Mai 2013 erhöht.» Im laufenden Jahr hat die Kasse pro Monat über 4300 Betreibungsbegehren erstellt. Einige Betreibungsämter berichten, dass rund jedes fünfte Dossier von einem Krankenversicherer stammt.

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