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Media Service: Verbotene Absprachen: Wettbewerbskommission verhängt neue Bussen gegen Bauunternehmen

Zürich (ots) - Die Wettbewerbskommission (Weko) dehnt ihre Untersuchungen im Bereich Strassen-, Tief- und Hochbau im Unterengadin auf den ganzen Kanton Graubünden aus. Mehrere Quellen berichten von zahlreichen Hausdurchsuchungen durch Bundesbeamte. Der zur Zindel-Gruppe gehörende Tiefbauer Prader sei betroffen, heisst es. Das Unternehmen bestätigt dies. Die Weko verdächtigt die Unternehmen, sich abgesprochen zu haben, um Ausschreibungen zu koordinieren und Aufträge aufzuteilen.

In Zürich läuft seit vier Jahren ein Verfahren gegen weitere Unternehmen in der Baubranche. In diesen Fällen berät die Kommission derzeit die Bussen, die sie aussprechen will. Das Weko-Sekretariat hatte den rund 15 Unternehmen letzten November den Entscheid-Entwurf zugestellt. Nach Angaben mehrerer betroffener Firmen soll die Höchstbusse rund 200 000 Franken betragen. Dies ist aber noch nicht entschieden, zudem gibt es grosse Unterschiede. So ist bei Brunner Erben beispielsweise eine Busse von 38565 Franken vorgesehen, wie die Besitzerin Strabag gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. Strabag Strassenbau und Beton AG hat laut Weko-Entwurf keine Busse zu begleichen. Die Untersuchung habe ergeben, dass kein Verstoss gegen das Wettbewerbsrecht vorliege, sagt eine Strabag-Sprecherin. Der definitive Entscheid der Weko soll in den nächsten Wochen fallen.

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