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Media Service: Alpiq startet Charmeoffensive bei den Aktionären

Zürich (ots) - Die ersten Wochen des neuen Jahres sind für den hoch verschuldeten Stromkonzern und seine neue Chefin Jasmin Staiblin gleich die entscheidenden. Noch immer besteht grosser Widerstand gegen die geplante Kapitalerhöhung von rund 1 Milliarde Franken. Nun reagiert das Alpiq-Topmanagement und startet eine Überzeugungskampagne. Für Januar sind Gespräche mit mehreren grossen Aktionären geplant. So finden am 23. Januar ausserordentliche Treffen mit den Verwaltungsräten der beiden regionalen Stromversorger EBM und EBL statt. Vertreter von Alpiq wollen den Minderheitsaktionären dort die Vorteile einer Kapitalerhöhung erläutern. Für die genossenschaftlich organisierten Stromversorger, die gut 20 Prozent der Aktien halten, steht viel auf dem Spiel. Sie müssten sich für eine Kapitalerhöhung neu verschulden. Noch sei nicht entschieden, ob man neue Steuergelder in die Alpiq einschiessen wolle, berichtet ein Verwaltungsrat gegenüber der «Handelszeitung».

Grosser Widerstand besteht nach wie vor bei der Electricité de France (EDF), die 25 Prozent an Alpiq hält. Die Franzosen fordern Devestitionen bei Alpiq statt einer Kapitalerhöhung. Aus dem Umfeld des Stromriesen heisst es, Paris verlange, dass sich Alpiq an ein Tabu heranwage und auch Schweizer Wasserkraftwerke zum Verkauf stelle. In diesen Tagen plant die Führung von Alpiq, für neue Gespräche nach Paris zu reisen.

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