Handelszeitung

Media Service: Universität St. Gallen plant langfristig Erhöhung der Studiengebühren

Zürich (ots) - Die wichtigste Schweizer Kaderschmiede plant die Abnabelung vom Staat und will bis 2025 ohne Steuergelder des Kantons auskommen. Eine hochkarätig besetzte Arbeitsgruppe brütet derzeit laut Recherchen der «Handelszeitung» an solchen Finanzierungsideen. Insbesondere deutlich höhere Studiengebühren und ein massiver Ausbau des Lehrstuhl-Sponsorings durch Unternehmen der Privatwirtschaft sind im Gespräch. Offiziell dementiert die Hochschule die Recherchen: «Die Universität St. Gallen beurteilt ihr heutiges Finanzierungsmodell als optimal und will daran festhalten», sagt Sprecherin Annkathrin Heidenreich. Im kantonalen Bildungsdepartement aber geht man davon aus, dass sich die Uni um mehr private Gelder bemüht. «Es gibt natürlich Anstrengungen, den Anteil privater Finanzierung weiter zu erhöhen», sagt Rolf Bereuter vom Amt für Hochschulen. Tatsächlich steht für die Uni-Leitung die Marschrichtung längst fest: «Es lässt sich immer schwerer vermitteln, weshalb der Steuerzahler in St. Gallen das Studium von gut situierten Söhnen und Töchtern bezahlen soll. Insbesondere bei ausländischen Studierenden.» Deshalb werde auch diskutiert, von Ausländern höhere Gebühren zu verlangen als von Schweizern. An bekannten Hochschulen in den USA oder Australien sei das bereits gängige Praxis, so der Insider. Die dortigen Finanzierungskonzepte dienen der Arbeitsgruppe als Vorbilder.

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