Handelszeitung

Media Service: Immobilienobjekte der AXA: «Staatsfonds suchen Schweizer Objekte»

Zürich (ots) - Ausländische Staatsfonds drängen auf den hiesigen Immobilienmarkt. Das sagt Ernst Schaufelberger (58), der Leiter für Schweizer Immobilienanlagen im Axa-Versicherungskonzern, im Interview mit der «Handelszeitung»: «Wegen der Euro-Krise schauen sich Staatsfonds vermehrt Schweizer Immobilien an. Die Staatsfonds suchen dabei primär Objekte in der Höhe ab 100 Millionen Franken.» In der Schweiz seien derartige Liegenschaften aber rar, gibt Schaufelberger zu bedenken.

Ab dem Jahr 2014 droht dem schweizerischen Immobilienmarkt der Abschwung. Schaufelberger nennt steigende Zinsen und eine sinkende Nachfrage nach Liegenschaften als Gründe. Schaufelberger: «Es könnte aber auch sein, dass die anhaltend tiefen Erträge aus Aktien- und Obligationenanlagen die Versicherer zwingen, Teile des Immobilienportfolios zu verkaufen und aufgelaufene Gewinne zu realisieren.»

Schaufelberger weist zudem darauf hin, dass auf dem Immobilienmarkt heute sehr viele Private aktiv sind. Früher hätten diese sich im Wesentlichen auf Objekte im Wert bis zu etwa 5 Millionen Franken konzentriert. Schaufelberger: «Heute hingegen kaufen Private Objekte bis zu einer Grössenordnung von 20 Millionen Franken - nicht zuletzt auch, weil sie von den Banken mit sehr günstigen Finanzierungsmöglichkeiten hofiert werden.»

Axa Winterthur verwaltet in der Schweiz einen Immobilienbestand von 10 Milliarden Franken und hat vor kurzem von der Credit Suisse das ehemalige Volksbank-Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse erworben.

Kontakt:

Mehr Informationen erhalten Sie unter der Nummer 043 444 59 00. 


Weitere Meldungen: Handelszeitung

Das könnte Sie auch interessieren: