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Media Service: Bundesamt für Umwelt: Korruptionsaffäre weitet sich aus

Zürich (ots) - Nicht nur die eidgenössische Steuerverwaltung vergab über Jahre hinweg mutmasslich Aufträge unter der Hand. Die gleiche Praxis herrschte auch im Bundesamt für Umwelt. Seit zwei Jahren ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen Verdachts auf ungetreue Amtsführung und Bestechung gegen den früheren IT-Chef des Amtes sowie einen weiteren Hauptverdächtigen. Nun zeigt sich, dass der Korruptionsfall grössere Kreise zieht als ursprünglich angenommen. «Das Verfahren ist in der Zwischenzeit auf weitere Sachverhaltskomplexe und weitere Personen ausgedehnt worden», sagt Jacqueline Bühlmann, Sprecherin der Bundesanwaltschaft gegenüber der «Handelszeitung». Die Untersuchung dauere an und bleibe komplex. Zugleich habe sich der Verdacht gegen die beiden Hauptverdächtigen verdichtet. Nähere Angaben will die Bundesanwaltschaft mit Blick auf den Untersuchungszweck nicht machen. Auch das Umweltamt hält sich zum Verfahren der Bundesanwaltschaft bedeckt.

Das Bundesamt für Umwelt sorgt auch anderweitig für negative Schlagzeilen. Viele Mitarbeiter beklagen sich über Führungsmängel und ein zerrüttetes Arbeitsklima. Die Rede ist von Mobbing. Nach ergebnislosen Aussprachen mit dem Personalverband Transfair erklärte Departementschefin Doris Leuthard die Angelegenheit zur Chefsache. Sie nimmt Ende Oktober an einer Aussprache mit Vertretern der Gewerkschaften teil.

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