Handelszeitung

Media Service: Guetzlibäcker Hug organisiert den Export neu

Zürich (ots) - Die Biscuit-Gruppe Hug aus Malters LU verabschiedet sich von Lidl und Aldi im Ausland. «Wir haben beschlossen, uns vom Harddiscount-Geschäft zu trennen», sagt Verwaltungsratspräsident Werner Hug gegenüber der «Handelszeitung». Bisher belieferte die vor vier Jahren übernommene Hug-Tochter Wernli die Discounter Lidl und Aldi in ganz Europa mit Biscuits-Handelsmarken. Wegen des starken Frankens rentiert das sonst schon tiefmargige Geschäft schlechter. «In der Belieferung von Grossverteilern mit Handelsmarken im Ausland, kalkulieren wir nahe an den variablen Kosten», so Hug. Ausser einem Deckungsbeitrag an die Produktion bleibe nicht viel. Bis Ende Jahr laufen nun Lieferungen an die Harddiscounter im Ausland aus. Weiter präsent ist Hug hingegen bei Aldi in der Schweiz.

Mit dem Exit bei den Discountern stellt Hug das Export-Geschäft neu auf. Das Unternehmen will mit den Eigenmarken von Wernli bei anderen ausländischen Detailhändlern den Einstieg finden. Dort möchte Hug vor allem mit wenigen Spezialitäten wachsen. «Guetzli mit Schweizer Schokolade überzogen oder gefüllt haben die besten Chancen im Export», sagt Hug. Gestärkt werden soll der Bereich Food Service. Hier beliefert das KMU Bäckereien, Gastronomen und Grossmärkte vor allem mit Gebäcken wie Törtchenböden. «Wir sind einer der grössten Produzenten von Tartelettes in Europa. Die Umsätze entwickeln sich auch in diesem schwierigen Jahr positiv.» Jetzt sucht Hug sich in Europa, den USA und im arabischen Raum neue Kunden. Auch das China-Geschäft will Hug weiter ausbauen. Dort ist das Luzerner Unternehmen mit einem Vertriebspartner bereits mit Eigenmarken tätig und erfolgreich. Das Wachstum in China betrage 30 Prozent und mehr, wenn auch noch auf tiefem Niveau.

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