Handelszeitung

Media Service: Norwegischer Staatsfonds fordert Mitsprache bei Schweizer Firmen

Zürich (ots) - Der norwegische Staatsfonds gewinnt immer mehr Einfluss in der Schweiz. Inzwischen ist er in 103 Schweizer Firmen investiert. Bei den Schwergewichten Nestlé, Roche und Zurich sind die Norweger jeweils die grössten institutionellen Aktionäre, bei UBS und Novartis die zweitgrössten. «Seit einigen Jahren gehören die grössten Schweizer Konzerne zu unseren Top-Positionen», sagt Petter Johnsen, der beim Staatsfonds als Chef für Aktieninvestments ein Portefeuille von 325 Milliarden Franken kontrolliert. In den letzten Jahren stieg dort der Anteil von Schweizer Firmen von 4,7 auf 6,3 Prozent. «Wir sind sehr zufrieden mit dem Investment», lobt Johnsen im Gespräch mit der «Handelszeitung».

Allerdings wollen die Norweger bei hiesigen Firmen künftig mehr mitreden. «Wir werden zu einem aktiveren Investor», erklärt Johnsen. Mit dem Gewicht des Anteils steige auch die Verantwortung. «Wenn wir uns nicht um die Entwicklung der Firmen kümmern - wer tut es dann?» Eine Kostprobe des aggressiveren Vorgehens war die Blockade der Fusion von Glencore und Xstrata. Die Staatsfonds von Katar und Norwegen zwangen Glencore dazu, das Angebot für den Zuger Rohstoffkonzern Xstrata nachzubessern.

Kontakt:

Mehr Informationen erhalten Sie unter der Nummer 043 444 59 00. 


Weitere Meldungen: Handelszeitung

Das könnte Sie auch interessieren: